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Landkreis Kusel

Kontaktdaten

Kreisverwaltung Kusel, Jugendamt
Werner Barthel
Trierer Straße 49-51
66869 Kusel
Tel.: 06381 424-174

Werner.Barthel(at)KV-KUS.de
www.toleranter-kreis-kusel.de

Fördergebiet

Landkreis Kusel

Größe des Fördergebiets

573 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

71.098

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen

    Ziele und Handlungskonzept

    Die Stadt Kusel liegt im Südwesten von Rheinland-Pfalz. Als kleinste Kreisstadt Deutschlands ist sie zugleich Sitz des Landkreises Kusel. Der Landkreis erstreckt sich mit gut 70.000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf 98 Ortsgemeinden. Es ist eine kleine überschaubare Region, die ländlich geprägt ist und in der der Großteil der Bevölkerung in Dörfern mit weniger als 1000 Einwohnerinnen und Einwohnern lebt. Geringe Kenntnisse und mangelndes Interesse an Politik und den Problematiken von Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung sind allgegenwärtig. Es gibt in einigen Teilen der Bevölkerung eine subtile positive Einstellung zu rechtsextremem und diskriminierendem Gedankengut.

    Bereits im Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ waren viele Akteurinnen und Akteure aus dem Landkreis Kusel in die Arbeit gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit eingebunden. Dieses Netzwerk hat weiter Bestand und ist seit ihrem Beginn im Jahr 2015 auch in die Partnerschaft für Demokratie Landkreis Kusel eingebunden. Erfahrenes und kompetentes Fachpersonal und eine gut funktionierende Gemeinschaft haben sich bewährt und arbeiten effektiv zusammen. Dazu gehören beispielsweise die evangelische und katholische Jugend, die Kirchengemeinden, der Kreisjugendring, die Schulen im Kreis mit ihren dazugehörigen Fördervereinen, Sport-, Musik- und Freizeitvereine, Nachbarschaftstreffs, das DRK und die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, Ehrenamtsnetzwerke der Flüchtlingshilfe.

    Leitziele der Partnerschaft sind vor allem:

    • das soziale und gesellschaftliche Engagement bei Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis fördern,
    • Bewusstsein für die Problematiken von Rechtsextremismus,
    • Menschenfeindlichkeit und Gewalt schaffen,
    • Beteiligung von Jugendlichen, behinderten und benachteiligten Menschen ermöglichen und
    • interkulturelle Kompetenzen in der Kuseler Zuwanderungsgesellschaft schaffen.

    Ein erfolgreiches Beispiel für aktive Partizipation ist die Arbeit des Jugendfonds. Rund zehn junge Menschen realisieren seit 2015 jährlich sechs bis zehn eigene Projekte, vom Planspielwochenende über ein Klassentheaterstück für Schulen bis hin zu einer Bildungsfahrt nach Brüssel und Verdun. Zudem sind zwei Jugendliche des Jugendfonds stimmberechtigte Mitglieder im Begleitausschuss.

    Insgesamt herrscht ein großes Vertrauen der seit Jahren zusammenarbeitenden Institutionen und Engagierten. Bei den Zielen herrscht Einigkeit und Einverständnis. Auf dieser Basis können Projekte schnell und unkompliziert umgesetzt werden. So kommt die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Kusel von 2015 bis 2018 jährlich auf 15 bis 20 bewilligte Projekte.