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Stadt Waltrop

Kontaktdaten

Stadt Waltrop
Fachbereich Interkulturelle Orientierung / Kommunales Integrationszentrum
Münsterstraße 1
45731 Waltrop
Tel.: 02309 930 228
buergermeisterin(at)waltrop.de
www.demokratie-waltrop.de

Fördergebiet

Waltrop

Größe des Fördergebiets

47 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

29.327

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen
  • Flüchtlingsrelevante Themen und Vorurteile in der Aufnahmegesellschaft

    Ziele und Handlungskonzept

    Waltrop ist eine Stadt in einem eher ländlich geprägten Raum am Rande des Ruhrgebiets, in Nachbarschaft oder direkter Nähe zu einigen Brennpunktgebieten des Rechtsextremismus im Ruhrgebiet wie Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen, Hamm sowie Recklinghausen. Sie gehört zum Kreis Recklinghausen. Hier leben rund 30.000 Menschen.

    In Waltrop ist nahezu keine offene rechtsextreme Szene zu beobachten, während in der Umgebung Rechtsextremisten regelmäßig auftreten. Beim genauen Hinsehen sind diskriminierende oder rassistische Tendenzen festzustellen, die sich an bestimmten Punkten entzünden und kumulieren. Häufig ist eine Stereotypisierung und Homogenisierung von Gruppen zu beobachten. Meist fällt derzeit vor allem der Alltagsrassismus auf. Trotz der bisherigen Abwesenheit öffentlich auftretender rechtsextremer Gruppierungen oder Parteien zeigt sich, dass vor allem in der Mitte der Gesellschaft Stimmen lauter werden, die immer deutlicher in eine rechtspopulistische Argumentationslinie münden. Zudem ist zu beobachten, dass Waltrop, ebenso wie andere ländliche Nachbargemeinden Wohnort und somit Rückzugsraum für Rechtsextreme aus dem umliegenden Ruhrgebiet sind, die hier bisher nicht politisch aktiv auftreten.

    Insbesondere auf Grund der Lage Waltrops ist es notwendig der Ausbildung extremistischer Tendenzen entgegenzuwirken. Viele Bürgerinnen und Bürger in Waltrop pendeln zur Arbeit, ebenso verbringt ein Teil der Jugendlichen die Freizeit regelmäßig außerhalb Waltrops, da oft attraktive Angebote vor Ort fehlen. Gerade die Nähe zu Dortmund bietet die Gefahr des „Hinüberschwappens“ rechtsextremer Tendenzen in den ländlichen Raum.

    Zwar gibt es bereits zahlreiche Netzwerke und zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich um Toleranz, Aufklärung und Prävention bemühen, jedoch ist Präventionsarbeit im Jugendbereich hinsichtlich Rechtsextremismus nur wenig ausgebaut. Eine Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere der Jugend ist notwendig. Dabei sollen Problemlagen aufgezeigt werden, Betroffenheit geweckt sowie insbesondere für Jugendliche Alternativen und Beteiligungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dies soll durch themenspezifische Angebote, eingebunden in eine gesamtstädtische Strategie erreichen werden.