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Stadt Solingen

Kontaktdaten

Stadt Solingen, Stadtdienst Integration
Rathausplatz 1
42651 Solingen
Tel: 02122 902225
a.wehkamp(at)solingen.de
www.solingen.de/

Fördergebiet

Solingen

Größe des Fördergebiets

89,45 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

160.081

Themenfelder

  • aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen

    Ziele und Handlungskonzept

    Die Stadt Solingen hat sich 2015 erfolgreich um Teilnahme am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ beworben.
    Obwohl sich die Stadtpolitik seit Jahren Integration zum zentralen Thema gemacht hat und es unterschiedliche zivilgesellschaftliche Bestrebungen gibt, Diskriminierung und Rassismus zu bekämpfen, unter anderem das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage, sind in der Vergangenheit auch antidemokratische Tendenzen zu Beobachten gewesen. Diese sind besonders im rechtspopulistischen Spektrum und im Bereich des gewaltbereiten Salafismus zu finden. Traurige Höhepunkte fanden diese Strömungen in dem rechtsextremen Brandanschlag am 29. Mai 1993 auf eine türkische Familie mit fünf Todesopfern und bei gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Salafisten und Anhängern von Pro NRW während einer Demonstration 2012 mit mehreren Verletzten. Auch die aktuelle Flüchtlingssituation stellt die Stadt vor neue Herausforderungen, bei der es keinen Boden für antidemokratische Züge, auch aus der Mitte der Gesellschaft, geben darf.

    Die Stadt Solingen möchte, mit Hilfe eines großen Netzwerks lokaler Akteure und unter Einbezug der Zivilgesellschaft, zur Förderung von Vielfalt und Toleranz beitragen.
    Aus diesem Grund setzt sich die Steuerungsgruppe aus Mitgliedern des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage zusammen, um ein möglichst breites Feld gesellschaftlichen Engagements zu bündeln und ein hohes Maß an Transparenz gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern zu sichern.    
    Mit der Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit Themen wie Nationalsozialismus, (Rechts-)Extremismus, Islamismus und Salafismus, Rassismus, Diskriminierung und dem aktuellen politischen Weltgeschehen kann aktiv zu einem konstruktiven, respektvollen Umgang miteinander beigetragen werden. Die Bevölkerung soll für die Chancen und Herausforderungen sozialer, kultureller und religiöser Vielfalt sensibilisiert werden. Dies kann mit einer Vielzahl an Maßnahmen, Projekten und öffentlichen Veranstaltungen, die an verschiedene Zielgruppen gerichtet sind, erreicht werden und so das gemeinsame Demokratieverständnis stärken.

    Mit der Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ konnten schon im ersten Förderjahr einige Projekte und Veranstaltungen erfolgreich in den verschiedenen Themenbereichen durchgeführt werden.
    Unter anderem wurde mit einer großen öffentlichen Beteiligung der 1. Solinger Antirassismustag im März begangen. Auch ein gemeinsames Iftar – Fastenbrechen hat an einem zentralen Ort in der Innenstadt unter freiem Himmel im Juni stattgefunden. Es sind noch mehrere Maßnahmen für dieses Jahr geplant, z.B. ein Tag des Dialogs oder eine Gedenkfeier zur Reichspogromnacht mit einer hohen Beteiligung von Jugendlichen und Kindern.