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Stadt Herford

Kontaktdaten

Stadt Herford
Jugendamt
Auf der Freiheit
32052 Herford
Tel: 05221 189682

andreas.spilker(at)herford.de

Fördergebiet

Herford

Größe des Fördergebiets

79,16 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

66.300

Themenfelder

  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen


    Ziele und Handlungskonzept

    Auch in Herford verändert sich die Bevölkerungsstruktur durch Zuzug und Zuwanderung kontinuierlich. Daraus entstehen neue Herausforderungen für alle gesellschaftlichen Gruppen und Akteure, mit der Situation konstruktiv umzugehen. Neben den vielen positiven Effekten konnte leider auch in Herford eine Zunahme an extremistischen Entwicklungen festgestellt werden. So kam es im August 2014 zu gewalttätigen, öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen Salafisten und Jesiden in der Herforder Innenstadt.

    Ausgehend von diesen Entwicklungen wurde von Seiten des Bürgermeisters verschiedenste gesellschaftliche Gruppen zu einem Runden Tisch „Interkultureller/interreligiöser Dialog“ eingeladen. Aus dieser Initiative entwickelten sich eine Reihe von Handlungsempfehlungen, Vorschlägen und Aktivitäten, wie gemeinsam gegen Intoleranz vorgegangen werden kann.

    Von Seiten des Jugendamtes wurde im März 2015 eine Interessenbekundung für eine Beteiligung am Programm „Demokratie leben!“ gestellt. Ziel ist es, mit Hilfe des Bundesprogramms ein Netzwerk innerhalb der städtischen Gesellschaft aufzubauen, um für demokratische Auseinandersetzungen, Teilhabe und Partizipation insbesondere bei jungen Menschen zu werben. Es sollen möglichst viele gesellschaftliche Gruppen für das Thema sensibilisiert werden. Im Mittelpunkt stehen Kinder und Jugendliche, die in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt werden sollen und denen eigenständige Möglichkeiten und Ressourcen sich mit den Themenfeld „Demokratie leben!“ auseinanderzusetzen, eröffnet werden.

    Als federführendes Amt übernimmt das Jugendamt die Projektkoordination. Die externe Koordinierungs-, Fachstelle wird vom Stadtjugendring Herford e. V. wahrgenommen. Der Stadtjugendring Herford e. V. kooperiert dabei mit dem Träger Interkulturelle Familienhilfe GbR, Bielefeld. Durch die Kooperation der beiden freien Träger sowie der engen Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ist eine hohe fachliche Kompetenz bei den Themenfeldern Prävention, Partizipation und Integration gewährleistet.

    Im Jahr 2015 wird zunächst die Bildung und Konstituierung des Begleitausschusses und des Jugendforums im Vordergrund stehen. Eine erste Demokratiekonferenz im 4. Quartal 2015 soll die Bevölkerung Herfords über die bereits beteiligten Institutionen, Initiativen und Personen hinaus auf das Bundesprogramm aufmerksam machen. Außerdem werden die im Runden Tisch „Interkultureller/interreligiöser Dialog“ entwickelten Projekt- und Veranstaltungsvorschläge auf ihre mögliche Umsetzung geprüft.