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Kreis Recklinghausen

Kontaktdaten

Kommunales Integrationszentrum des Kreises Recklinghausen
Kurt-Schumacher-Allee 1
45667 Recklinghausen
Tel.: 02361 532381
p.podeszwa(at)kreis-re.de
www.demokratie-kreis-re.de

Fördergebiet

Kreis Recklinghausen

Größe des Fördergebiets

760 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

625.628

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen

    Ziele und Handlungskonzept

    Der Kreis Recklinghausen ist mit über 600.000 Menschen in den zehn kreisangehörigen Städten der bevölkerungsreichste Kreis der Bundesrepublik. Als Kreis im nördlichen Ruhrgebiet ist er von den Folgeerscheinungen des Strukturwandels der regionalen Industrie betroffen: Stillgelegte Fabrikanlagen, Bergarbeitersiedlungen, denen die Bergwerke abhanden gekommen sind, Jugendliche ohne Arbeit und Ausbildung, Menschen mit "Hartz-4-Karrieren".

    Im Kreis Recklinghausen ist 2015 im Zuge des starken Anstiegs der Flüchtlingszahlen wie in ganz Nordrhein-Westfalen die Zahl der Straftaten mit einem religiösen oder fremdenfeindlichen Hintergrund stark gestiegen. Auf ein ehemaliges Jugendzentrum in Castrop-Rauxel und ein ehemaliges Vereinsheim in Marl, die als Flüchtlingsunterkünfte dienen sollten, wurden Brandanschläge verübt.

    Die Partnerschaft für Demokratie soll dazu beitragen, dass die Menschen im Landkreis die Möglichkeit erhalten, sich vollständig und gleichberechtigt an den gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen – unabhängig von individuellen Fähigkeiten sowie ethnischer und sozialer Herkunft. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Verantwortlichen aus der kommunalen Politik, der Verwaltung sowie Vereinen, Verbänden, Kirchen und bürgerlich Engagierten sich regelmäßig treffen, vorhandene Netzwerke verdichten und gemeinsam die konkreten Situationen und Problemlagen vor Ort zu analysieren und Strategien zu entwickeln.

    Mit dem Jugendforum und dem Begleitausschuss werden Aktivitäten entwickelt, die auf die Zielgruppe Jugendliche und den Bereich der Integration von Flüchtlingen im Kreis Recklinghausen abzielen. Gemeinsame Handlungsstrategien gegen rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen werden von den Jugendlichen selbst erarbeitet. Die aktive Begleitung engagierter Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände, Kirchen, Unternehmer, öffentlichen Institutionen und Trägern vor Ort im Rahmen von Einzelprojekten wird fortgeführt. Flüchtlinge sollen zur Eigeninitiative ermächtigt und Teil der lokalen Partnerschaft für Demokratie werden.

    Der Begleitausschuss setzt sich aus Vertretern der Wohlfahrtsverbände, Migrantenorganisationen, Parteien, Qualifizierungsträgern, ehrenamtlich Engagierten, Seniorenvertretern, Verwaltung, Bündnissen gegen Gewalt und Rechtsextremismus bzw. für Courage und des Jugendforums zusammen. Mit 18 Vertreterinnen und Vertretern aus diesen unterschiedlichen Bereichen wurde mit dem Begleitausschuss ein Gremium gegründet, das die Zusammenarbeit aller Akteure vertiefen und unterstützen wird und sich für die Erreichung der Ziele einsetzt.