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Stadt Delmenhorst

Kontaktdaten

Stadt Delmenhorst-Fachbereich Jugend,
Familie, Senioren und Soziales
Oldenburger Straße 9
27749 Delmenhorst
Tel: 04221992519
rathaus(at)delmenhorst.de
http://www.delmenhorst.de/leben-in-del/soziales/demokratie-leben/index.php

Fördergebiet

Stadt Delmenhorst

Größe des Fördergebiets

62,4 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

74.052

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Ziele und Handlungskonzept

Als ehemalige Industriestadt steht Delmenhorst mit seinen 74.000 Einwohnern nach dem Wegbrechen vieler Industriezweige vor multiplen Herausforderungen.

Niedersachsenweit gehört Delmenhorst zu den Städten mit der höchsten Arbeitslosen-, Armuts-, und Kinderarmutsquote - 15% aller Einwohnerinnen und Einwohner beziehen SBGII – 25% der Bewohnerinnen und Bewohner haben einen Migrationshintergrund. Durch diese Heterogenität und die überproportional vertretene traditionelle, bürgerliche Mitte, zeichnet sich das Zusammenleben eher durch gegenseitige Abgrenzung aus. Trotz moderater Zahlen politisch motivierter Straftaten ist ebenso eine deutliche rechtspopulistische Tendenz in der Bevölkerung wie auch eine hohe Zahl an Fällen häuslicher Gewalt und Rohheitsdelikten zu verzeichnen. Seit den 1980er Jahren kämpft Delmenhorst nach einer hohen Platzierung in der Bundeskriminalstatistik gegen Stigmatisierungseffekte von außen.

Die Abwehr eines Hotelkaufs durch Rechtsextremistinnen und -extremisten führte in Delmenhorst zur endgültigen Etablierung des „Breiten Bündnis gegen Rechts“, dem inzwischen mehr als 120 Institutionen und Einzelpersonen angehören. Mit dem Kriminalpräventiven Rat und der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe existieren zwei starke Einrichtungen, die maßgebliche das Zusammenleben mitgestalten. Die Jugendarbeit zeichnet sich durch 7 flächendeckend verteilte Jugendhäuser, einem aktiven Kinder- und Jugendparlament und einer Vielzahl von Aktionen aus.

Die Ziele der lokalen Partnerschaft für Demokratie bilden die oben genannten Problemlagen ab und sollen standortspezifisch die lokalen Aktivitäten und Netzwerke unterstützen und ausweiten. Netzwerkarbeit, Stärkung von Kindern und Jugendlichen sowie der Interreligiöse Dialog sind Themenschwerpunkte, die unter Beteiligung der Bevölkerung konkretisiert werden und für die Stadt gewinnbringend umgesetzt werden sollen.

Durch kontinuierliche Bürgerbeteiligung, Einbindung aller relevanten Zielgruppen und einem großen Verständnis für die Potenziale der Stadt Delmenhorst wollen wir Strukturen schaffen, die nachhaltig das gemeinschaftliche Leben in Delmenhorst verbessern.