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Landkreis Wolfenbüttel

Kontaktdaten

Landkreis Wolfenbüttel
Harzstr. 2-5
38300 Wolfenbüttel
Tel.: 05331 84261
Info(at)lk-wf.de
www.vieltoleranz.de

Fördergebiet

Landkreis Wolfenbüttel

Größe des Fördergebiets

722,55 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

119.900

Themenfelder

  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen

    Ziele und Handlungskonzept

    Der Landkreis Wolfenbüttel stellt sich als ländliche Region dar, die durch den demographischen Wandel, die Alterung der Bewohnerschaft und zugleich durch die Zuwanderung von Asylsuchenden in Zentren sowie kleinere Ortschaften gekennzeichnet ist.

    Der Landkreis verzeichnet unter anderem Aktivitäten hier wohnhafter Autonomer Nationalisten. Der Anstieg asylsuchender Menschen bestärkt ausländerfeindliche Stimmungen, die in der BRAGIDA-Bewegung oder auch in gemeindlichen Informationsveranstaltungen Ausdruck finden. Weiterhin werden Mobilisierungsversuche neosalafistischer Gruppierungen aus der Region in Bezug auf Flüchtlinge gemeldet.

    Existierende lokale Netzwerke, wie das Bündnis gegen Rechts, Runde Tische zur Integrations- und Flüchtlingsarbeit, sowie Erfahrungen mit Aussteigerprogrammen aus der rechten Szene befördern den nachhaltigen Aufbau der Partnerschaft für Demokratie. Für eine kohärente Präventionsarbeit und Handlungsstrategie soll eine Bestandsanalyse von Erscheinungen im Themenfeld Rechtsextremismus, Islamismus und (antimuslimischen) Rassismus zugrunde gelegt und zugleich weitere Akteure involviert werden. Die Verständigung auf eine gemeinsam erarbeitete Terminologie zu Radikalisierung wird dabei als zielführend erachtet. Die Sensibilisierung der Beteiligten zu rechtsextremen oder islamistischen Ausdrucksformen und der konstruktive Umgang mit Stereotypen sind wichtige Pfeiler in der Präventionsarbeit. Daneben wird die generationsübergreifende Bildungsarbeit gleichsam mit der Toleranz- und Diversity-Vermittlung gefördert. Die lokale Partnerschaft zielt des Weiteren darauf ab, dass Jugendliche und hierbei besonders vulnerable bzw. unterrepräsentierte Gruppen (wie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Jugendliche mit Migrationshintergrund/in peripheren Wohnlagen) die eigene Kommune als Handlungs- und Teilhaberaum erleben lernen.

    Das federführende Bildungszentrum des Landkreises schafft in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur als Koordinierungs- und Fachstelle Synergieeffekte bei der Beteiligung heterogener Gruppen, wie ungebundene Freiwillige oder Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenselbstorganisationen, im Begleit- und Jugendausschuss.