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Stadt Marlow und Amt Recknitz-Trebeltal

Kontaktdaten

Kommunaler Zusammenschluss der Stadt Marlow und des Amtes Recknitz-Trebeltal
Amt Markt 1
18337 Marlow
Tel: 038321 66116

buergermeister(at)stadtmarlow.de
www.pfd-recknitztal.de

Fördergebiet

Stadt Marlow und Amt Recknitz-Trebeltal

Größe des Fördergebiets

480 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

13.425

Themenfelder

  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Willkommenskultur / Arbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern

Ziele und Handlungskonzept

Engagierte kommunale Verantwortungsträger aus der amtsfreien Stadt Marlow und des Amtes Recknitz-Trebetal haben sich entschieden, gemeinsam eine Partnerschaft für Demokratie zu etablieren. Die "Recknitztalgemeinden" verbindet nicht nur die räumliche Nähe, sondern auch gemeinsame Interessenlagen.

Die öffentlich wahrnehmbaren Aktivitäten rechter Gruppen sind in der Region gering. Aber schleichende Entwicklungen in Köpfen mancher Bürgerinnen und Bürger, die sich beispielsweise in Äußerungen in sozialen Medien zur Flüchtlingsfrage äußern, werden allzu leicht in ihren möglichen Folgen unterschätzt.

Die schwache Infrastruktur der ländlichen Region stellt zudem eine besondere Herausforderung dar, wie weite, oftmals kostenintensive Wege zu den wenigen kulturellen, sportlichen oder anderen Freizeitangeboten. Die Vereinskultur leidet unter schwindender Mitgliederzahl und Nachwuchsproblemen. Vernetzung und Zusammenarbeit stellen sich als schwierig dar. Eine spürbare Überlastung im ehrenamtlichen Bereich signalisiert dringenden Handlungsbedarf im Hinblick auf den Erhalt und Ausbau bürgerschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Strukturen.

Teile der Bevölkerung fassen diese Entwicklungen als Ausdruck einer Geringschätzung, Benachteiligung oder sogar als Diskriminierung auf. Insbesondere bei ihnen besteht die Gefahr, menschen- und demokratiefeindliche Einstellungen zu entwickeln, die leicht in Gewalt umschlagen können.

Die aktuell steigende Zahl von Flüchtlingen sowie von Asylbewerberinnen und -bewerbern stellt die Kommunen und die Bevölkerung vor neue, große Herausforderungen. Mit ihrer zeitweiligen Unterbringung sind einerseits Hoffnungen verbunden und werden andererseits Ängste geweckt. Hinter der Angst vor dem Fremden steht auch die Angst um das Eigene – um Arbeitsplatz, soziale Lage und kulturelle Identität.

Die Partnerschaft für Demokratie setzt sich zum Ziel, dass eine gestärkte lebendige, demokratische Gemeinwesenkultur die Region als Wohn- und Lebensumfeld sowie Tourismusregion gleichermaßen attraktiv macht. Es sollen Vorurteile, Ausgrenzung und Diskriminierung insbesondere durch Aufklärung bearbeitet und abgebaut werden. Bestehende Ängste der Bevölkerung werden dabei offen angesprochen und diskutiert. Zudem werden die Prozesse aktiver Bürgerbeteiligung ausgeweitet. Durch diese Maßnahmen soll ein stetes Miteinander sowie Toleranz und Akzeptanz gestärkt werden. Hierfür setzt die Partnerschaft für Demokratie auf die Aktivierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, um zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern und Mitwirkung und Mitgestaltung zu ermöglichen.