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Wilhelmsburg, Bezirk Hamburg-Mitte

Kontaktdaten

Freie und Hansestadt Hamburg
Bezirksamt Hamburg-Mitte
Fachamt Sozialraummanagement
Caffamacherreihe 1-3
20355 Hamburg
Tel.: 040 42854–4682
Bezirksamt(at)hamburg-mitte.hamburg.de

www.hamburg.de/partnerschaft_fuer_demokratie_mitte

Fördergebiet

Wilhelmsburg, Bezirk Hamburg-Mitte

Größe des Fördergebiets

35 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

53.764

Themenfelder

  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen
  • Willkommenskultur / Arbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern

Ziele und Handlungskonzept

Der Stadtteil Wilhelmsburg im Bezirk Hamburg-Mitte ist ausgesprochen vielfältig. Die Großwohnsiedlung Kirchdorf-Süd und andere Hochhaussiedlungen bringen viele Menschen auf engem Raum zusammen. Aufgrund dieser Lage laufen in Wilhelmsburg seit Jahren aufwendige Stadtentwicklungsprozesse. Durch die Verortung von inzwischen zwei Zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen und drei Unterkünften für Flüchtlinge (ca. 3000 Personen) in Wilhelmsburg sowie große Wohnungsbauvorhaben wird der Stadtteil vor weitere Herausforderungen gestellt. Die zunehmende Polarisierung und Feindseligkeit verschiedener Bevölkerungsgruppen untereinander machen ein gezieltes Handeln zur Stärkung demokratischer Aushandlungsprozesse notwendig.

Ziel der Maßnahmen für Wilhelmsburg ist die Verankerung einer offenen Dialogkultur im Stadtteil und inklusiver Beteiligungsformate. Es gilt daher, von vorneherein Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Interessengruppen in die Entwicklung der Maßnahmenplanung einzubeziehen. Dies ist von Bedeutung, um alltägliche Diskriminierungserfahrungen und ihre Folgen bewusster zu machen und um ein gemeinsames Verständnis bei Kindern, Jugendlichen, Eltern, Moschee- und Einrichtungsvertreterinnen und -vertretern zur Trennlinie zwischen fromm gelebter Religion und religiösem Extremismus zu entwickeln.

Projekte im Rahmen der Partnerschaft sollen die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Bevölkerungsgruppen wieder sichtbarer machen, die Nachbarschaften stärken und die Vielfalt des Stadtteils als Ressource nutzen. Öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltungen, Lotsenprojekte und die Akquise neuer Netzwerkpartner bilden hierfür die Grundlage. Jugendliche werden über Mentoringprogramme an demokratische Beteiligungsstrukturen herangeführt und können sich über Trainings selbst zu „Demokratie-Scouts“ qualifizieren lassen.

Der Begleitausschuss setzt sich aus Mitgliedern der verschiedenen aktiven Netzwerke und Communities zusammen, die als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in den Stadtteil wirken. Die Koordinierungs- und Fachstelle ist das ikm- Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e. V. .