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Billstedt, Bezirk Hamburg-Mitte

Kontaktdaten

Freie und Hansestadt Hamburg
Bezirksamt Hamburg-Mitte
Fachamt Sozialraummanagement
Caffamacherreihe 1-3
20355 Hamburg
Tel.: 040 42854–4682
Bezirksamt(at)hamburg-mitte.hamburg.de
http://www.muemmel-leben.de/

Fördergebiet

Billstedt, Bezirk Hamburg-Mitte

Größe des Fördergebiets

16,8 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

69.570

Themenfelder

  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen

Ziele und Handlungskonzept

Die 70.000 Einwohnerinnen und Einwohner Billstedts geben dem Stadtteil ein multikulturelles Gesicht: Circa 53 % der Gesamtbevölkerung haben einen Migrationshintergrund, bei den unter 18-jährigen liegt der Anteil bei annähernd 70 %. Im Frühjahr 2014 forderten junge Leute des Stadtteils massiv Gebetsräume in Schulen und Häusern der Jugend ein. Die Folgen waren neben einem diffusen Gefühl der Bedrohung eine wachsende Ablehnung gegenüber sichtbar gläubigen Muslimen. In Mümmelmannsberg und anderen Bereichen Billstedts fehlte es an demokratischer Teilhabe, um angemessen für die eigenen Interessen einzustehen und in Abstimmung mit den Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen neue Entwicklungen anzustoßen.

Angesichts dieser Entwicklungen war es das Ziel der Partnerschaft für Demokratie Billstedt-Mümmelmannsberg, demokratische Prozesse anzustoßen und Fragen der Neuorientierung im Gemeinwesen transparent zu diskutieren. Sie unterstützt Bewohnerinnen und Bewohner, insbesondere Jugendliche darin, sich klar von extremistischen Bestrebungen abzugrenzen und zugleich eine tolerante und offene Einstellung zu leben. Daraus ergaben sich folgende Schwerpunkte für die Arbeit: Empowerment, interkultureller und interreligiöser Dialog sowie Veranstaltungen.

Dafür initiierte die Partnerschaft öffentliche Foren, um die Transparenz bisheriger Strukturen zu verbessern und eine gemeinsame „Kultur der Verantwortung" aufzubauen. Ein Begleitausschuss garantiert den Informationsfluss in alle Richtungen. Er repräsentiert die gesamte Bandbreite der Bevölkerung, seine Multiplikatoren sowie Arbeitskreise und versteht sich somit als Bindeglied zwischen unterschiedlichen Interessen. Wichtige lokale Akteurinnen und Akteure engagieren sich für die Arbeit der Partnerschaft: Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Jugendeinrichtungen, Migrantenselbstorganisationen, der Evangelischen Kirchengemeinde sowie aus Behörden und der Zivilgesellschaft.

Insbesondere die Themen Religion, Religiosität und Religionsausübung stehen im Fokus von Veranstaltungen wie dem Stadteilfest - das zur Beteiligung im öffentlichen Raum einlädt, um die Teilhabe aller zu gewährleisten – und der monatlichen Stadtteilkonferenz. Zudem boten das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ (2016), ein interkulturelles Tanzfest (2018) sowie der Workshop JuMuchri (2017) Gelegenheit für die Begegnungen zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionsgemeinschaften.