Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Stadt Wetzlar - Lahn-Dill-Kreis

Kontaktdaten

Magistrat der Stadt Wetzlar
Ernst-Leitz-Str. 30
35578 Wetzlar
Tel: 06441 991040
demokratie-leben(at)wetzlar.de
dirk.fellert(at)wetzlar.de
www.demokratie-foerdern.de

Fördergebiet

Wetzlar - Lahn-Dill-Kreis

Größe des Fördergebiets

1.067 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

251.327

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen

Ziele und Handlungskonzept

Die Partnerschaft für Demokratie des Lahn-Dill-Kreises (250.000 Einwohner) und der Kreisstadt Wetzlar (51.000 Einwohner) liegt in Region Mittelhessen. Die Industriestadt  Wetzlar, im Südosten des Kreisgebiets gelegen, stellt allein ein Fünftel der Einwohner des Lahn-Dill-Kreises. Hier gibt es die Stadtbezirke Niedergirmes und Dalheim mit sehr hohem Migrantenanteil.  Außerdem liegen im nördlichen Kreisgebiet die Städte Herborn, Dillenburg und Haiger als größere Gewerbe- und Industriestandorte, welche ebenfalls einen relativ hohen Migrantenanteil haben.
 
Gerade Wetzlar, Herborn, Dillenburg und Haiger waren über Jahrhunderte Standorte mit tausenden Industriearbeitsplätzen. Dies hat ab den 1980er Jahren eine grundlegende Wandlung erfahren, wodurch es zu relativ hoher Arbeitslosigkeit gekommen ist. Hieraus entwickelten sich in Teilen der Bevölkerung Ressentiments, die sich insbesondere gegen Migrantinnen und Migranten sowie gegen andere, von staatlicher Hilfe abhängige Menschen richteten. Inzwischen hat die Region jedoch einen neuen Strukturwandel erlebt, so dass in neuen Gewerbeparks zukunftsfähige Arbeitsplätze entstanden sind. Dies alles fängt jedoch einen großen Teil derjenigen nicht auf, die sich ausgegrenzt fühlen oder einen sozialen Abstieg erlebt haben.

In Wetzlar engagiert sich seit nunmehr rund 7 Jahren der Verein „Wetzlar erinnert e. V.“ mit dem „Bündnis gegen Nazis“, um auf rechtsextreme Tendenzen mitten in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Seit 2011 nimmt die Stadt Wetzlar mit dem Lahn-Dill-Kreis an den Förderprogrammen für Demokratie und Vielfalt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teil. Ein Begleitausschuss aus Mandatsträgern und zivilgesellschaftlichen Akteuren tagt seither regelmäßig. In der Breite wurden seit 2011 mehrfach alle Vereine und Verbände im Lahn-Dill-Kreis angeschrieben und zu mehreren Veranstaltungen eingeladen. In Kooperation mit ähnlichen Initiativen wie „Soziale Stadt“ und „Prävention Integration“ ist es gelungen, in und um Wetzlar weite Teile der Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren. Im nördlichen Lahn-Dill-Kreis ist noch Nachholbedarf in Bezug auf die Implementierung des Gesamtthemas gegen Gewalt, für Toleranz, für Demokratie leben.