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Stadt Darmstadt

Kontaktdaten

Amt für Interkulturelles und Internationales Darmstadt
Frankfurter Str. 71
64293 Darmstadt
Tel: 06151 133582
interkulturell-international(at)darmstadt.de
http://www.vielfalt-in-darmstadt.de/

Fördergebiet

Darmstadt

Größe des Fördergebiets

122,11 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

152.000

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Antiziganismus
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen

 

 

Ziele und Handlungskonzept

Darmstadt ist als Wissenschaftsstadt durch die Hochschulen, durch die Forschung und durch die staatlichen Behörden mit Sitz eines Regierungspräsidiums geprägt. Organisierter Rechtsextremismus, feste Strukturen eines Islamismus wie auch das offene Auftreten menschenverachtender Bewegungen sind in Darmstadt nicht vorhanden bzw. nicht zu erkennen. Anders sieht es mit versteckten Rassismen und Vorbehalten in allen Teilen der Bevölkerung aus.

In Darmstadt gibt es eine lange Tradition des Gedenkens an die Zeit des Nationalsozialismus als ein Element zur Bekämpfung rechtsextremistischer Tendenzen, ebenso wie die kommunale Arbeitsgruppe „WoDA“ = „Weltoffenes Darmstadt“, an deren Struktur die früheren Bundesprojekte anknüpften und diese ergänzten.

Die „Partnerschaft für Demokratie“ verstetigt und ergänzt die früher begonnenen Projekte und Kooperationen im Bereich Förderung von Partizipation durch Förderung von Demokratie. Bis 2019 soll ein sich selbst ergänzendes Netzwerk mit institutionellen Strukturen unter Einbeziehung vielfältiger Organisationen, wie die Vertretung der Sinti und Roma, Migrantenselbstorganisationen (MSOs), Bürger- und Menschenrechtsorganisationen und vielen mehr erreicht werden.

Hauptschwerpunkte neben der allgemeinen Zurückweisung aller rassistischen Vorstellungen sind die Bekämpfung des Antiziganismus und der Homosexuellenfeindlichkeit, die Präventionsarbeit gegenüber radikal-religiösem Extremismus und der Aufbau von demokratischen Jugendorganisationen innerhalb der Migrantenselbstorganisationen. Die Willkommenskultur wird auf allen Ebenen von Beginn an durch die demokratische Zivilgesellschaft getragen.

Geplant und zum Teil schon durchgeführt wurden Aufklärungsveranstaltungen zu Salafismus und Antiziganismus. Anschließende Workshops vertiefen die Fragestellungen. Die starke Einbeziehung der Vertretung der Sinti und Roma ist ein wichtiges Kennzeichen der Partnerschaft für Demokratie in Darmstadt. Die „Interessengemeinschaft der Darmstädter MSOs “ ist seit 2010 ebenso fester Bestandteil der Partnerschaft wie weitere Institutionen und Organisationen, die im Begleitausschuss vertreten sind unter anderem christliche Kirchen, Jüdische Gemeinde, Migrantenselbstorganisationen, Hochschulen, Schulen, Studierendenvertretung, Jugendring, Schüler/innen-Vertretung und Gewerkschaft(-sjugend).

Studierendenvertretung und Jugendring sind neben dem Jugendamt auch in der Steuerungsgruppe des Begleitausschusses vertreten.

Die Zivilgesellschaft soll vor allem immer wieder durch öffentliche Veranstaltungen wie Fachtagungen, Workshops, Ausstellungen, Mitmachveranstaltungen usw. angesprochen werden, je nach Zielgruppe.

Die Koordinierungsstelle wurde dem „Förderverein Zentrum für Demokratie und Menschlichkeit, gegen Rassismus e. V.“ übertragen, der bereits von 2007 bis 2015 die Projekte in den vorherigen Bundesprogrammen beraten und zum Teil selbst durchgeführt hat.