Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Schwalm-Eder-Kreis

Kontaktdaten

Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises
Parkstr. 6
34576 Homberg (Efze)
Tel: 05681 775590
jugendamt(at)schwalm-eder-kreis.de
www.gewalt-geht-nicht.de

Fördergebiet

Schwalm-Eder-Kreis

Größe des Fördergebiets

1.538 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

179.429

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen

Ziele und Handlungskonzept

In den Jahren 2008 bis 2011 war im Schwalm-Eder-Kreis die rechtsextreme Gruppierung der „Freie Kräfte Schwalm-Eder“ sehr aktiv. Die Gruppe ist für zahlreiche auch schwerwiegende Straftaten verantwortlich. Nach dem Überfall von Rechtsextremen auf ein Jugendcamp, bei dem im Juli 2008 ein 13-jähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt wurde, haben die im Landkreis politisch Verantwortlichen über alle Parteigrenzen hinweg den Beschluss gefasst, ein kreiseigenes Projekt zur Bearbeitung dieser Problematik ins Leben zu rufen. Im Januar 2009 hat das Projekt "Gewalt geht nicht!" seine Arbeit aufgenommen.

Folgende Projektinhalte werden unentgeltlich angeboten:

• Informationen zur rechtsextremen Szene sammeln und anonymisiert aufbereiten
• Bedarfsgerechte Fortbildungsangebote für Multiplikatoren und Multiplikatorinnen aus Schule, Jugendarbeit, Vereinen und Verbänden
• Unterstützung, Intervention und Beratung bei rechtsextremistischen Vorfällen
• Inhaltliche Beratung sowie finanzielle Unterstützung bei Präventionsmaßnahmen durch eine kreiseigenes Förderprogramm
• Koordinierung der „Partnerschaft für Demokratie“ im Bundesprogramm Demokratie leben! im Schwalm-Eder-Kreis, als lokale Koordinierungs- und Fachstelle (zuvor Koordinierung bei TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN, von 2011 – 2014)

Nachstehende Leitziele haben bereits bei der Bundesförderung über TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN die Ausrichtung aller Projektbemühungen im Schwalm-Eder-Kreis bestimmt. Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie sind diese ebenso gültig. Mittler- und Handlungsziele werden durch eine eingesetzte Lenkungsgruppe und den Begleitausschuss einer jährlichen Überprüfung unterzogen und ggf. fortgeschrieben.

1. Alle demokratischen Kräfte des Schwalm-Eder-Kreises arbeiten konstruktiv zusammen, das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu erhöhen.

2. Im Schwalm-Eder-Kreis entsteht ein „Klima des Hinsehens“. Menschen in Ämtern und Funktionen sind bereit, rechtsextremen Einstellungen entgegen zu treten und diesen Einhalt zu gebieten.

3. Die aktive Förderung der Demokratie und demokratischer Gestaltungsprozesse wird als Querschnittsaufgabe in der Arbeit mit jungen Menschen angesehen.

Im aktuellen Handlungskonzept sind drei Schwerpunkte festgelegt, die es konzentriert zu verfolgen gilt:

1. Ausbau des Netzwerkes im Schwalm-Eder-Kreis, um im Sinne der Förderung von Demokratie und Toleranz Projekte mit verschiedensten Zielgruppen umzusetzen. Einführung des neuen Bundesförderprogramms „Demokratie leben!“.
2. Verstetigung gelungener Projekte und Strukturen, um für den Landkreis Schwalm-Eder nachhaltige Effekte im Sinne einer „Partnerschaft für Demokratie“ zu erzielen.
3. Ausbau und Etablierung des Projektes „gud so – jung und engagiert für Toleranz und Demokratie“ zum Jugendforum, um ab 2016 konkrete Projekte von Jugendlichen für Jugendliche im Schwalm-Eder-Kreis über den Jugendfonds zu fördern.