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Lumdatal

Kontaktdaten

Stadt Staufenberg
Tarjanplatz 1
35460 Staufenberg
Tel: 06406 8090
info(at)staufenberg.de
www.dabeisein-lumdatal.de

Fördergebiet

Lumdatal

Größe des Fördergebiets

115,44 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

27.218

Themenfelder

  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen
  • Willkommenskultur / Arbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern

Ziele und Handlungskonzept

Das Lumdatal ist eine Region im Nordosten des Landkreises Gießen, in der etwa 20.000 Menschen leben. Die Partnerschaft für Demokratie wurde gegründet, weil sich in den vergangenen Jahren im Lumdatal mit der Kameradschaft „Freie Nationalisten Lumdatal“, später „JN Lumdatal“, einerseits eine lokale, organisierte, rechtsextreme Szene gebildet hat und es andererseits an verschiedenen Stellen im Lumdatal zu sozialen Segregationstendenzen gekommen war.

Mithilfe der Arbeit der Partnerschaft für Demokratie soll die Entstehung von Parallelgesellschaften verhindert und eine Einbindung der lokalen Bevölkerung in politische Prozesse, beispielsweise durch die Bildung von Runden Tischen, erreicht werden. Auf diese Weise soll der soziale Zusammenhalt in der Stadt und in den Dörfern gesichert und Gestaltungsprozesse tiefer in die Zivilgesellschaft getragen werden.

Das Problem des Rechtsextremismus soll zudem durch präventive Maßnahmen bekämpft werden, indem z.B. für Phänomene des Alltagsrassismus sensibilisiert wird, die Menschen in die demokratischen Prozesse eingebunden und gerade Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt werden. Hierfür sollen Ihnen niedrigschwellig Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen des Begleitausschusses und des Jugendforums gegeben werden.

Das Jugendforum soll hierbei einerseits die vorhandenen Jugendabteilungen von Vereinen, Schülerinnen- und Schülervertretungen und Parteijugenden repräsentieren, aber auch offen sein für noch unorganisierte, aber interessierte Jugendliche.

Der Begleitausschuss soll hingegen vorrangig auf den Vereinslandschaften aufbauen und ein Scharnier zwischen Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft bilden. Die Ansiedlung der Koordinierungs- und Fachstelle beim Kulturverein IM.PULS bei zeitgleicher räumlicher Unterbringung im Rathaus soll dies befördern.

Ziel ist es, eine politische Kultur der Partizipation und Kooperation quer über Gemeinde- und Altersgrenzen hinweg zu fördern. Sowohl zwischen Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft, als auch zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft selbst.

Eine intakte demokratische Beteiligungsstruktur lässt Rechtsextremisten keine Chance und lehrt Verschiedenheiten als Chancen und Ressourcen zu betrachten.