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Landkreis Marburg-Biedenkopf

Kontaktdaten

Kreisausschuss Landkreis Marburg-Biedenkopf
Im Lichtenholz 60
35043 Marburg
Tel: 06428 4472210
STBFI(at)marburg-biedenkopf.de
www.misch-mit.org/mitmischen.html

Fördergebiet

Landkreis Marburg-Biedenkopf

Größe des Fördergebiets

1.262,56 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

241.656

Themenfelder

  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Begleitung und Beteiligung von Flüchtlingen
  • Alltagsrassismus
  • Diskriminierung

Ziele und Handlungskonzept

Die Ergebnisse der Studie „Rechtsextreme Tendenzen bei Jugendlichen im Landkreis Marburg-Biedenkopf“ (2013) verwiesen neben vereinzelten rechtsextremen Haltungen und Handlungen insbesondere auf weit verbreitete alltagsrassistische Einstellungen und Verhaltensweisen. Doch neben Skepsis, Verunsicherungen und Vorbehalten, die viele Bürgerinnen und Bürger nach Deutschland eingewanderten Menschen entgegenbringen, gibt es auch zahlreiche Menschen, die sich für Vielfalt engagieren und Flüchtlinge willkommen heißen.

Um jene Verunsicherungen ernst zu nehmen, kreatives Engagement zu stärken, aber auch das Bewusstsein für diskriminierendes Verhalten zu schärfen, setzen das Büro für Integration gemeinsam mit dem bsj Marburg im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Impulse für eine lebendige, vielfältige und starke „Partnerschaft für Demokratie“. Das Projekt soll dazu beitragen, demokratisches Verhalten sowie zivilgesellschaftliches Engagement für Vielfalt und Teilhabe im Landkreis Marburg-Biedenkopf anzustoßen und zu verstetigen.

Hierbei werden drei Ziele angestrebt: Zunächst geht es um die Etablierung einer Willkommenskultur für Flüchtlinge. Dazu sollen ablehnende Einstellungen und Ängste der Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen abgebaut sowie Strukturen für Engagement für Vielfalt gefördert werden.

Ein zweites Projektziel stellt die Förderung der Partizipation von Migrantinnen und Migranten in den Kommunen dar. Unterstützung finden hierbei Projekte, die Begegnung und Teilhabe in sprachlicher, religiöser oder kultureller Vielfalt anregen.

Als drittes Ziel wird eine Sensibilisierung für Diskriminierung, Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit angestrebt. Hierzu sollen insbesondere mit Jugendlichen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Fortbildungen durchgeführt werden. Darüber hinaus nimmt das Projekt explizit auch demokratiefeindliche islamistische Orientierungen und Handlungen im Landkreis in den Blick, um Maßnahmen der Prävention und Intervention zu entwickeln.

Um das Projekt erfolgreich umsetzen zu können, ist eine landkreisweite Vernetzung wesentlich. Kooperationen sind u. a. mit Ehrenamtlichen, Migrantenorganisationen, Flüchtlingen, Vereinen, Schulen, Jugendarbeit, Polizei und Stadtverwaltungen angedacht.