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Kommune Butzbach

Kontaktdaten

Stadt Butzbach
Schlossplatz 1
35510 Butzbach
Tel: 06033 995159
magistrat(at)stadt-butzbach.de
http://butzbach.lebt-demokratie.de/Butzbach_lebt_Demokratie/Willkommen.html

Fördergebiet

Kommune Butzbach

Größe des Fördergebiets

106,6 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

25.463

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen
  • Antijudaismus
  • Demokratie in Schule/Berufsschule

 

 

Ziele und Handlungskonzept

Die Auseinandersetzungen im Nahen Osten, insbesondere der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern wird von einem Teil der muslimischen Bevölkerung Butzbachs zum Anlass für offen antisemitische Äußerungen genommen. Dieser relativ neue Antisemitismus bei Menschen muslimischen Glaubens knüpft teilweise an "traditionelle" rechtsextremistische Einstellungen in der Bevölkerung an. So kam es in der Stadt beispielsweise jahrelang zu rechtsextremen Aufmärschen mit bis zu 100 Teilnehmenden.

Hinzu treten in Teilen der Bevölkerung Ressentiments gegenüber Asylbewerbern, die trotz des aktiven Einsatzes der politischen Gremien der Stadt und engagierter Bürgerinnen und Bürger vielfach geäußert werden. Eine Reihe von Vorfällen zeigt, dass Teile der Jugendlichen in der Stadt empfänglich für die rechtsextreme Parolen und Angebote sind. Präventionsarbeit ist deshalb dringend geboten. Butzbach will sich diesem Thema stellen und dies konkret durch Unterstützung der zivilgesellschaftlichen Akteure angehen.

Die Stadt Butzbach hat sich nicht an den Vorgängerprogrammen von "Demokratie leben!" beteiligt und so soll die 2015 etablierte Partnerschaft für Demokratie einen Anlass schaffen, die relevanten Akteure vor Ort zusammenzubringen und durch die Bündelung der vorhandenen Kräfte unter Beteiligung der Kommune die Zivilgesellschaft zu stärken. Durch ein offensives Zugehen auf bereits etablierte Vereine und Verbände sollen innovative Beteiligungsansätze entwickelt und erprobt werden. Unter anderem sollen auch der örtliche DITIB-Moscheeverein, der türkische Kulturverein und die Vereinigungen der aus der Sowjetunion stammenden Migranten in die Arbeit der Partnerschaft für Demokratie eingebunden werden.

Inhaltlich wird es bei der Umsetzung von Maßnahmen der Partnerschaft für Demokratie unter anderem darum gehen, Fremdheit zu erleben, zu benennen und dabei die Toleranz zu bemühen, um Verständnis aufzubauen. Dem vorgeschaltet ist das Verstehen des Anderen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Willkommens – und Begegnungskultur.