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Stadt Bremen (Mitte, Östl. Vorstadt, Findorff)

Kontaktdaten

Amt für Soziale Dienste Bremen /
Sozialzentrum Mitte / östliche Vorstadt / Findorff
Rembertiring 39
28203 Bremen
Tel: 04213 613525
sozialzentrum-mitte(at)afsd.bremen.de
www.partnerschaftfuerdemokratie.bremen.de

Fördergebiet

Stadt Bremen (Mitte, Östl. Vorstadt, Findorff)

Größe des Fördergebiets

10,84 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

72.900

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Rassismus
  • Fremdenfeindlichkeit
  • Behindertenfeindlichkeit

Ziele und Handlungskonzept

Die Partnerschaft für Demokratie Bremen Mitte umfasst die Stadtteile Findorff, Östliche Vorstadt und Mitte. In den drei Stadtteilen gilt es, die sogenannte „Mitte“ der Gesellschaft im Hinblick auf diskriminierende Handlungen und Strukturen in den Blick zu nehmen. Grundlegend dabei ist die Annahme, dass sich der Nährboden für Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung aus Einstellungen zusammensetzt, die in allen Bevölkerungsschichten und -gruppen vorkommen.

Sowohl die im Rahmen der Studie zur „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) von Wilhelm Heitmeyer für Bremen erhobenen Daten, als auch die im Rahmen der vorbereitenden Situations- und Ressourcenanalyse durchgeführte Untersuchung (2011) zeigt, dass es in den drei Programmstadtteilen eine Vielzahl an offensichtlichen und versteckten Ungleichbehandlungen und Abwertungen zwischen und von Menschen gibt.

Hervorzuheben sind vor diesem Hintergrund die seit 2012 aufkommenden Ressentiments gegen die Unterbringung von Flüchtlingen. Öffentliche Diskussionsveranstaltungen zeigen, dass Vorurteile auch in der Bewohnerschaft dieses als weltoffen und tolerant geltenden Stadtteils, weit verbreitet und verwurzelt sind. In öffentlichen Veranstaltungen kam es vermehrt zu offenen rassistischen und menschenfeindlichen Äußerungen, fremdenfeindliche Flugblätter kursierten und Anwohner sammelten Unterschriften gegen Unterkünfte in ihrem Stadtteil.

Die Partnerschaft für Demokratie Bremen Mitte führt die erfolgreiche Arbeit des Vorgängerprogramms fort und versucht mit folgenden Strategien auf die aktuellen Problemlagen einzuwirken:

  1. Um möglichst viele Menschen gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu beteiligen, werden Veranstaltungen, Fachtage und Projekte kostenlos angeboten.
  2. Die Bürgerinnen und Bürger werden durch Fachtage und Veranstaltungen über Erscheinungsformen von Rechtsextremismus/Rechtspopulismus und GMF informiert.
  3. Zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure, die zu Rechtsextremismus und GMF arbeiten, werden in ihren Bemühen unterstützt. Begleitend werden Qualifikationen und Fachtage für die Akteurinnen und Akteure angeboten.
  4. Die Akzeptanz und Wertschätzung  einer vielfältigen Bevölkerungsstruktur wird gefördert.

Zur fachlich-inhaltlichen Koordinierung ist eine Koordinierungs- und Fachstelle bei der Naturfreundjugend Bremen eingerichtet worden.