Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Stadt Würzburg

Kontaktdaten

Stadt Würzburg
Sozialreferat
Karmelitenstraße 43
97070 Würzburg
Tel: 0931 373393
jiz(at)stadt.wuerzburg.de
www.demokratie-leben-wuerzburg.de

Fördergebiet

Stadt Würzburg

Größe des Fördergebiets

87,63 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

126.908

Themenfelder

  • aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Linke Militanz
  • Soziale Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen aufgrund von Migrationshintergrund und/oder sozialer Herkunft; Islam- und Muslimfeindlichkeit

    Ziele und Handlungskonzept

    Die Bevölkerung der Stadt Würzburg ist vielfältig: Menschen aus 136 unterschiedlichen Staaten leben hier. Der Anteil von Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund liegt bei 25 %. In Bezug auf die demokratische Kultur sind Rückzugtendenzen, sinkende Wahlbeteiligungen und eine steigende Sichtbarkeit rechtsextremer Gruppierungen zu verzeichnen. Die jüdische Gemeinde verspürt einen latenten, zum Teil sogar offenen Antisemitismus. Aber die Stadt verfügt über eine aktive und engagierte Zivilgesellschaft: Über 70 Organisationen haben sich zum „Bündnis für Zivilcourage Würzburg“ zusammengeschlossen. Der aus dem Bündnis hervorgegangene, ehrenamtlich tätige Ombudsrat behandelt Fälle von Diskriminierung sowie rechtsextreme Vorkommnisse und erarbeitet Strategien gegen strukturelle Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

    Der im Rahmen des Vorgängerprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN entwickelte Lokale Aktionsplan wird im neuen Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unter Einbeziehung weiterer Kooperationspartner zu einer Partnerschaft für Demokratie weiterentwickelt. So wurde der aus verschiedenen Akteuren der Zivilgesellschaft bestehende Begleitausschuss um Vertreterinnen und Vertreter des örtlichen Jugendgremiums erweitert.

    Als ein Schwerpunkt der Arbeit der Partnerschaft für Demokratie wurde die Auseinandersetzung mit Islamophobie und Salafismus festgelegt. So wurden bereits 269 Materialpakete mit DVDs und Arbeitshandreichungen zu dem Thema an Würzburger Lehrkräfte und Verantwortliche in Jugendeinrichtungen verschickt. Diese Informationen bilden den Auftakt zu einer groß angelegten Informationskampagne zum Thema Islam und muslimische Jugendkultur, die im Jahr 2016 um die große interaktive Ausstellung „Was glaubst Du denn“ herum angelegt ist.

    Einen weiteren Schwerpunkt bilden Projekte zum Abbau von Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit gegenüber Flüchtlingen. Diese wurden bisher realisiert in den Bereichen Musik, Vereinswesen, Informationsveranstaltungen und Projekten von Jugendlichen für Jugendliche.

    Die Partnerschaft für Demokratie ist eingebunden in die Entwicklungskonzepte des Quartiersmanagements, des Projekts „Soziale Stadt Lindleinsmühle“, des Projekts „Schule ohne Rassismus“, den „Kommunalen Aktionsplan Inklusion der Stadt Würzburg“, der Arbeitsgemeinschaft Familien, des Ausländer- und Integrationsbeirates, des Standjugendrings sowie in die Betreuung von ca. 2400 Flüchtlingen in Würzburg.