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Landkreis Coburg

Fördergebiet

Stadt Landkreis

Größe des Fördergebiets

590 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

86.719

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen

Ziele und Handlungskonzept

Die schwierige Vergangenheit der Stadt Coburg als eine der ersten nationalsozialistisch regierten hat für den Landkreis Coburg ebenso langfristige Konsequenzen wie für die Stadt selbst. Der Landkreis wird immer wieder zum Schauplatz für Veranstaltungen bundesweit agierender Rechtsextremer. Auch die räumliche Nähe zum südlichen Thüringen hat Einflüsse auf den Handlungsbedarf des Landkreises Coburg in Bezug auf Demokratiesicherung und –förderung. So bestehen intensive Verbindungen Coburger Rechtsextremisten zur Szene in Thüringen.

Der Landkreis Coburg tritt dem aktiv entgegen: Er ist Mitglied im 2012 entstandenen regionalen Netzwerk für Menschenrechte und Demokratie, an dessen Arbeit die „Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Coburg“ anknüpfen wird. Künftig soll insbesondere zivilgesellschaftliches Engagement noch stärker gefördert werden. Es gilt demokratische Strukturen im Landkreis Coburg zu unterstützen und auszubauen. Die Partnerschaft für Demokratie versteht sich als Knotenpunkt eines Netzwerkes, das die Interaktion Ehrenamtlicher forciert und demokratische Teilhabe fördert. Es sollen alle eingebunden werden: Bürgerinnen und Bürger, Politik und Verwaltung, Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie im Landkreis aktive Vereine und Verbände. Sie identifizieren sich mit der Partnerschaft für Demokratie und füllen sie mit Leben. Es wird eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sowie Islamismus stattfinden, um das Bekenntnis zu Menschenrechten und Demokratie zu fördern.

Mit der Volkshochschule Coburg Stadt und Land gGmbH hat die Koordinierungs- und Fachstelle einen kompetenten Träger gefunden. 1919 gegründet, kann die VHS auf ein langes Bemühen um demokratische Teilhabe zurücksehen. Der damalige Grundgedanke der „gleichheitlichen Demokratie“ spiegelt sich bis heute in der Arbeit der Volkshochschulen wieder. Es ist Ziel vielfältige kulturelle und gesellschaftliche Angebote zu unterbreiten, aktiv gesellschaftliche Diskussion zu begleiten und zur eigenständigen und kritischen Bewusstseinsbildung beizutragen.