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Neukölln von Berlin

Kontaktdaten

Bezirksamt Neukölln von Berlin
Abt. Jugend und Gesundheit
Britzerdamm 93
12347 Berlin
Tel: 030 90239 2813
Julia.Hoerning(at)bezirksamt-neukoeln.de
www.demokratischevielfaltneukoelln.de

Fördergebiet

Neukölln von Berlin

Größe des Fördergebiets

44,93 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

325.716

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen
  • Linke Militanz

 

 

Ziele und Handlungskonzept

Im Berliner Bezirk Neukölln treffen sehr unterschiedliche Lebenswelten aufeinander. Im Norden gibt es einen hohen Anteil von Menschen, die keinen Zugang zum Arbeitsmarkt haben und auf Transferleistungen angewiesen sind. Gleichzeitig ist die Bevölkerungsstruktur momentan von starkem Wandel betroffen, da aufgrund der Attraktivität, viele junge und auch einkommensstärkere Gruppen in den Norden Neuköllns ziehen.

Viele der in Nord-Neukölln lebenden Menschen haben türkische, arabische oder osteuropäische Wurzeln. Ein großer Teil davon versteht sich als muslimisch. Muslima oder Muslim zu sein, wird insbesondere von Jugendlichen mit türkischem oder arabischem Hintergrund auch als Abgrenzung zur herkunftsdeutschen Bevölkerung verwendet. Ein Teil der Jugendlichen zeigt sich empfänglich für islamistische oder auch nationalistische Ideologien. Für muslimische wie auch für nicht-muslimische Kinder, Jugendliche, Anwohnerinnen und Anwohner fehlt es vielerorts noch an Verständigung darüber, welche unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten mit dem „Muslim/a-sein“ verbunden sind, wie sich Islam und Demokratie verbinden lassen.

Der Süden Neuköllns ist ländlicher geprägt, neben der Hochhaussiedlung Gropiusstadt, gibt es viele Einfamilienhaussiedlungen, Grünanlagen, insgesamt ist der Sozialstatus deutlich höher als im Norden. Insbesondere im Süden Neuköllns gibt es seit Langem kleine, aber gut organisierte und miteinander vernetzte rechtsextreme Gruppierungen (NPD und Autonome Nationalisten), die auch öffentlich Präsenz zeigen. Als bekannt wurde, dass eine Flüchtlingsunterkunft errichtet werden sollte, gab es Versuche, Anwohnerinnen und Anwohner dagegen aufzuwiegeln. Diese Versuche sind jedoch aufgrund des gut abgestimmten Vorgehens des Bezirksamtes und des positiven Engagements der zivilgesellschaftlichen Initiativen gescheitert.

In Neukölln wurden seit 2007 der Bundesprogramme „Vielfalt tut gut“ und „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“  verschiedene Projekte und Maßnahmen mit den Akteuren umgesetzt, sodass ein gut funktionierendes Netzwerk gegen neonazistische und rassistische Angriffe und Bedrohungen aufgebaut werden konnte. In Neukölln gibt es mehrere zivilgesellschaftliche Bündnisse, die sich für ihre Region engagieren und bei Bedarf gemeinsame Aktionen durchführen und sehr stark mit vielen anderen Neuköllner Akteuren bei der Unterstützung von Flüchtlingen im Bezirk kooperieren.

Die Handlungsziele in der „Partnerschaft für Demokratie“ knüpfen an die Erfolge und Erfahrungen der alten Bundesprogramme an. Die Leitziele sind die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie zu verdeutlichen, um radikalisierten und extremistischen Deutungsmustern präventiv etwas entgegenzusetzen. Des Weiteren wird die Schaffung einer Neuköllner Willkommenskultur für Flüchtlinge fortgesetzt, intensiviert und weiterentwickelt. Um die Veränderungsprozesse der Bevölkerungsstruktur im Neuköllner Norden zu thematisieren, werden Ideen entwickelt und umgesetzt, um Neuzugezogene und Alteingesessene besser miteinander ins Gespräch zu bringen.

Die externe Koordinierungs- und Fachstelle ist beim Nachbarschaftsheim Neukölln e. V. angesiedelt. Die Angebote des NBH sind breit gefächert. Sie reichen vom wöchentlichen Kiezcafés als Ort der Begegnung für alle, über vielfältige Freizeitaktivitäten für Kinder, Familien, Erwachsene und ältere Menschen, bis hin zu den verschiedensten Bildungs- und Beratungsangeboten.  Das NBH unterstützt das Engagement der Menschen vor Ort und eröffnet Möglichkeiten der aktiven Mitgestaltung.

Der Begleitausschuss wird sich aus erfahrenen Mitgliedern aus den Lokalen Aktionsplänen sowie aus neuen Mitgliedern zusammensetzen.