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Lichtenberg (Stadtteile 6-13)

Kontaktdaten

Bezirksamt Lichtenberg von Berlin - Abteilung Jugend und Gesundheit
Möllendorffstraße 6
10360 Berlin
Tel: 030 90296 5145
christiane.wildner(at)lichtenberg.berlin.de
www.koordinierungsstelle-lichtenberg.de
www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik/demokratie.html

Fördergebiet

Lichtenberg (Stadtteile 6-13)

Größe des Fördergebiets

26,04 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

163.772

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen

Ziele und Handlungskonzept

Innerhalb des Berliner Bezirks Lichtenberg war das Fördergebiet und hier insbesondere der Weitlingkiez über viele Jahre ein verdichteter Aktions- und Wohnraum von organisierten Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten. Bis Mitte 2014 gab es hier unter anderem ein von einem extrem rechten Verein angemietetes Ladengeschäft, in dem Feiern, Treffen und Schulungen der Szene stattfanden. Aufgrund der kontinuierlichen Proteste von Zivilgesellschaft und Verwaltung musste der Verein die Räume verlassen.

Ein wesentliches Ziel der seit 2015 bestehenden Partnerschaft für Demokratie ist, langfristig darauf hinzuwirken, eine Rückwärtsentwicklung zu verhindern. Die Sensibilisierung für extrem rechte und rassistische Phänomene und die Widerstandsfähigkeit gegen eine rechtsextreme Infrastruktur und Treffpunkte soll bei den lokalen Akteurinnen und Akteuren sowie bei Politik und Verwaltung gefestigt werden.

Bereits seit 2007 wurden im Rahmen der Bundesprogramme „Vielfalt tut gut“ und „Toleranz Fördern – Kompetenz Stärken“ verschiedene Maßnahmen und Projekte umgesetzt. So konnten Partizipationsstrukturen aufgebaut und verstetigt werden. Nur durch das kontinuierliche und breite Engagement ist es gelungen, die rechtsextreme Szene zurückzudrängen und zu verhindern, dass der Weitlingkiez eine Angstzone wird.

Damit das auch weiterhin gelingt, ist eine enge Verzahnung zwischen Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft etabliert worden. In dem so entstandenen Kooperations-Netzwerk sind beispielsweise Bürgervereine, Vertreterinnen und Vertreter der Stadtteilzentren, das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz und die Willkommensinitiative Lichtenberg für Geflüchtete im Bezirk sowie zahlreiche Jugendeinrichtungen vertreten.

Die 2012 gestartete, bezirksweite Kampagne „Bunter Wind für Lichtenberg – Lautstark gegen Neonazis und Rassisten“ des Lichtenberger Bündnisses für Demokratie und Toleranz fungiert als ein Leitbild für viele Engagierte im Bezirk.

Kern der Kampagne sind sechs Grundsätze:
1. für gelebte Vielfalt und ein gewaltfreies Miteinander einstehen,
2. die aktive Mitgestaltung des eigenen Lebensraums fördern,
3. bestehende demokratische Angebote nutzen und sich vernetzen,
4. demokratische Aushandlungsprozesse stärken,
5. für Menschenrechte und eine Willkommenskultur im Bezirk eintreten und
6. das Engagement gegen rassistische, extrem rechte und diskriminierende Hetze stärken.

Diese Grundsätze haben über 100 (Sport-)Vereine, Jugendeinrichtungen, Organisationen, Initiativen, Parteien, Bezirksstadträtinnen und Bezirksstadträte sowie Einzelpersonen aus dem Bezirk unterzeichnet.