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Charlottenburg-Wilmersdorf

Kontaktdaten

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
Otto-Suhr-Allee 100
10585 Berlin
Tel: 030 902915022
cw191000(at)charlottenburg-wilmersdorf.de
www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf

Fördergebiet

Charlottenburg-Wilmersdorf

Größe des Fördergebiets

64,72 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

322.870

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen
  • Integration von neu errichteten/bestehenden Flüchtlingsunterkünften in den Sozialräumen vor Ort
  • Aktivierung, Stärkung, Vernetzung und Sensibilisierung der Zivilgesellschaft, der Teilhabe und der Förderung von Vielfalt im Bezirk
  • Entwicklung neuer Beteiligungsformate für zivilgesellschaftliche Akteure

Ziele und Handlungskonzept

Charlottenburg-Wilmersdorf ist bunt und vielfältig. Hier leben Menschen mit verschiedenen soziokulturellen und ethnischen Hintergründen, Religionszugehörigkeiten, sexuellen Identitäten und vielfältigen Lebensentwürfen. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund beträgt 37,1 %. Aus der Heterogenität der Bevölkerung im Bezirk ergeben sich multidimensionale Konfliktlagen, in denen sich einzelne Phänomenbereiche Gruppenbezogenener Menschenfeindlichkeit (GMF) gegenseitig bedingen und verstärken. Ein lokaler Schwerpunkt dieser Konfliktlagen ist der Ortsteil Charlottenburg-Nord, in dem erhöhte Kinderarmut und Langzeitarbeitslosigkeit existieren.

Antisemitische und homosexuellenfeindliche Vorfälle prägen den öffentlichen Diskurs um diese Konfliktlagen. Zudem wurden in Charlottenburg-Wilmersdorf 2014 mehr Veranstaltungen aus der deutsch-völkisch-rechtsextremen Szene registriert als in jedem anderen Berliner Bezirk. Rechtsextremes Gedankengut wird also eher hinter verschlossenen Türen und bei Stammtischen geäußert als auf der Straße, auch wenn gewalttätige Übergriffe ebenfalls zugenommen haben.

Die „Partnerschaft für Demokratie“ betritt in Charlottenburg-Wilmersdorf Neuland: erstmals wird der Bezirk durch ein Bundesprogramm gefördert. Hierbei sollen die bereits existierenden Bemühungen für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit zusammengeführt und unter einer Gesamtstrategie vereint werden. Dazu gehört auch die Gründung eines „Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie“. Weitere Schwerpunkte der „Partnerschaft für Demokratie“ für die nächsten Jahre werden derzeit im Begleitausschuss und auf den Demokratiekonferenzen erarbeitet.

Ein großer Begleitausschuss von 23 Personen steuert die Arbeit der Partnerschaft im Bezirk. In ihm sind Jugendfreizeiteinrichtungen, Nachbarschaftsinitiativen, Religionsgemeinschaften, die Seniorenvertretung, das Kinder- und Jugendparlament, die Polizei sowie die Verwaltung vertreten. Der Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann sitzt dem Ausschuss vor und stimmt dessen Arbeit mit der externen Koordinierungs- und Fachstelle (Stiftung SPI) ab. Das Kinder- und Jugendparlament übernimmt die Ausgestaltung und Steuerung des Jugendforums.