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Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Kontaktdaten

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Yorckstraße 4-11
10965 Berlin
Tel.: 030 902983133
Anna.Kuntze(at)ba-fk.berlin.de
www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg

Fördergebiet

Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Größe des Fördergebiets

20 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

275.691

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen

Ziele und Handlungskonzept

Ende 2014 lebten in Friedrichshain-Kreuzberg 275.691 Menschen aus allen 5 Kontinenten und aus über 170 Ländern dieser Welt. Das bedeutet, dass eine Vielfalt von Menschen mit unterschiedlichen Kulturen, Muttersprachen und Religionen den Bezirk prägt. Friedrichshain-Kreuzberg ist auch Anlaufort für geflüchtete Menschen. Der Zuwachs ist besonders deutlich in Kreuzberg zu spüren und bezieht sich vor allem auf die Gruppe der Asylsuchenden. Auch aus Südosteuropa kommen viele Menschen nach Friedrichshain-Kreuzberg.

Statistische Daten des Landeskriminalamtes von Berlin machen deutlich, dass rechtsextreme Straf- und Gewalttaten in Friedrichshain-Kreuzberg seit 2012 zugenommen haben. Vor allem haben die Zahlen der rechtsmotivierten Angriffe und antisemitischen und islamfeindlichen Vorfälle zugenommen. Es sind im Fördergebiet alle Phänomene der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in unterschiedlich starker Ausprägung anzutreffen.

Der Bezirk wurde von 2007 bis 2010 durch das Bundesprogramm „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ und von 2011 bis 2014 durch das Nachfolgerprogramm TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN gefördert. Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ wird sich die Partnerschaft für Demokratie besonders im Bereich der Rechtsextremismusprävention, Alltagsrassismus, Antiziganismus, Islamophobie, Homosexuellenfeindlichkeit und für die Stärkung der Partizipation von geflüchteten Menschen, als auch für die Bekämpfung von Antiziganismus und die Stärkung der Roma-Communities einsetzen.

Im Rahmen einer Demokratiekonferenz im Herbst 2015 werden neue Mittlerziele gemeinsam mit allen wichtigen Akteuren des Bezirks im Rahmen eines Workshops erarbeitet. Ziel wird sein, ein gesamtstrategisches Handlungskonzept zu erarbeiten, welches als Grundlage für weitere zukünftige Maßnahmen gedacht ist. Mit Hilfe dieses Konzeptes sollen zukünftig Projekte gezielt installiert werden. Für die Analyse der Bedarfe findet derzeit eine Bestandsanalyse in Form von Experteninterviews und Workshops statt.

Solche Demokratiekonferenzen, bei der zivilgesellschaftliche Akteure gemeinsam mit Vertretern aus Politik und kommunaler Verwaltung den Stand, die Ziele und die Ausrichtung der weiteren Arbeit der Partnerschaft für Demokratie reflektieren und festlegen, werden zwei mal im Jahr stattfinden.