Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Vielfalt gestalten - Ausgrenzung widerstehen: Diakonie in der postmigrantischen Gesellschaft

Kontaktdaten

Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V. Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband
Caroline Michaelis-Str. 1
10115 Berlin
Tel.: 030 65211-1870 und 030 65211-1867
Mareike.Grewe(at)diakonie.de, Christina.Wuestefeld(at)diakonie.de
www.diakonie.de/journal/modellprojekt-vielfalt-gestalten-ausgrenzung-widerstehen/


Themenfeld

Vielfalt leben – Organisationen gestalten


Projektziele

Gesellschaftliche Ausgrenzung betrifft nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund, sondern beispielsweise auch von Armut betroffene Menschen, Menschen mit Behinderung oder Langzeitarbeitslose. Hauptziel des Projektes ist die Prävention und Bekämpfung menschenfeindlicher Haltungen, die ebenso wie in der Gesamtgesellschaft auch innerhalb kirchlicher und diakonischer Strukturen vorhanden sind. Dies wird verbunden mit Aktivitäten zur Demokratieförderung, um die Widerständigkeit der offenen Gesellschaft zu stärken.

Das Modellprojekt  „Vielfalt gestalten - Ausgrenzung widerstehen: Diakonie in der postmigrantischen Gesellschaft“ dient der Weiterentwicklung der demokratischen Kultur, der Kompetenzerweiterung im Umgang mit menschenfeindlichen Positionen und der interkulturellen Öffnung in diakonischen und kirchlichen Organisationen und der Gesellschaft. Hierzu werden verschiedene Fort- und Weiterbildungsangebote für Haupt- und Ehrenamtliche entwickelt und durchgeführt.

Zudem sollen demokratische Teilhabe und couragiertes Handeln gegen Demokratiefeindlichkeit und Intoleranz im Sozialraum gefördert werden. Hierzu wird unter anderem ein Moderationsinstrument („Demokratiekoffer“) entwickelt und erprobt. Eine Wanderausstellung mit dem programmatischen Titel „Kunst trotz(t)Ausgrenzung “ und ihr Begleitprogramm sollen zur Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Positionen anregen und so zur Förderung einer offenen, vielfältigen und inklusiven Gesellschaft beitragen.


Handlungskonzept

Das Projekt ist in drei Teilbereiche gegliedert: Entwicklung von Fort- und Weiterbildungsangeboten, Aufbau und Stärkung demokratischer Netzwerke sowie eine Wanderausstellung.

Zunächst erfolgt eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse themenspezifischer Fort- und Weiterbildungsangebote. Hieraus werden zielgruppenspezifische Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen in unterschiedlichen Formaten und Vertiefungsgraden entwickelt und in Kooperation mit der Führungsakademie für Kirche und Diakonie (fakd) sowie der Bundesakademie für Kirche und Diakonie (bakd) durchgeführt.

In Kooperation mit Netzwerkpartnern der Diakonie Deutschland sind drei bundesweite Fachveranstaltungen, sowie eine Fachveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem europäischen Dachverband Eurodiaconia geplant. Zehn Vor-Ort-Diskussionen in Nachbarschaften und Quartieren sollen durchgeführt und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in den Landes- und Fachverbänden der Diakonie gewonnen werden. Hierfür wird ein „Demokratiekoffer“ als Moderationsinstrument vor Ort entwickelt und erprobt.

Mit dem Ausstellungsprojekt „Kunst trotz(t)Ausgrenzung“ soll ein innovatives Beispiel für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Vielfalt mittels der Überwindung von Grenzen zwischen sozialer und kultureller Arbeit umgesetzt werden. Ein Konzept für eine Wanderausstellung soll mit einem Kurator und mit Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher sozialer, ethnischer und kultureller Herkunft, mit und ohne Behinderung und unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung entwickelt und umgesetzt werden. Ort der Vernissage der Wanderausstellung ist Kassel. Die Ausstellung soll an sieben weiteren Orten gezeigt werden. An jedem Ort wird es ein öffentliches Begleitprogramm mit Diskussionsveranstaltungen, Workshops usw. geben. Des Weiteren sind ein Ausstellungskatalog und eine Website geplant.