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Stimmen für Vielfalt - Teilhabe lokal professionalisieren

Kontaktdaten

DeutschPlus e. V.
Postfach 040127
10061 Berlin
Tel: 0151 17225751
info(at)deutsch-plus.de

www.deutsch-plus.de/projekte/stimmen-fuer-vielfalt-teilhabe-lokal-professionalisieren


Themenfeld

Empowerment zur demokratischen Teilhabe


Projektziele

Ein wesentliches Ziel des Trägers DeutschPlus ist das Empowerment zur demokratischen Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte, sichtbaren Minderheiten und Personen, die aufgrund ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Herkunft oder Religion von (Mehrfach-)Diskriminierung betroffen sind. Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind in Prozessen der politischen und demokratischen Teilhabe erheblich unterrepräsentiert.

Das Modellprojekt „Stimmen für Vielfalt – Teilhabe lokal professionalisieren“ setzt bei diesem Repräsentationsdefizit an und zielt darauf ab, die Strukturen von Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten zu unterstützen und weiter auszubauen, damit diese stärker an gesellschaftspolitischen Aushandlungsprozessen teilhaben können und ihre Stimmen gehört werden. Hierfür müssen institutionalisierte und sich institutionalisierende Strukturen von in Abseits geschobener Personen gefördert und empowert werden.

Dies soll dadurch erreicht werden, dass die Zielgruppe der Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten angesprochen wird und diese durch sowohl gemeinsame als auch individuelle Angebote für Empowerment und Professionalisierung in ihren Möglichkeiten zur politischen Teilhabe gestärkt werden.


Handlungskonzept

Im Fokus des Modellprojekts stehen das Empowerment und eine Professionalisierung in der Organisationsentwicklung von Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten, um langfristig ihre Rolle als bundesweite Akteurinnen und Akteure sowie Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Politik und Verwaltung zu stärken. Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten werden in dem Modellprojekt als zentrale Akteurinnen und Akteure der Transformation Deutschlands hin zu einer gelebten Einwanderungsgesellschaft verstanden. Das Modellprojekt sieht hierfür ein zielgruppenorientiertes Akademie-Format in Berlin vor, um die Organisationsentwicklung voranzutreiben, die politische Kommunikation nachhaltig zu verbessern und die Organisationen besser untereinander zu vernetzen.

Für die Vielfalts-Akademie in Berlin entsenden die Organisationen jeweils eineVertreterin oder einen Vertreter. Die erste Projektphase besteht aus Workshop-Inhalten zum Empowerment und zur Organisationsentwicklung, und die zweite aus Inhalten zu politischer Kommunikation, Leitbildentwicklung und zur Rolle als Multiplikatorin oder Multiplikator. Hierfür werden externe Trainerinnen und Trainer eingeladen. Neben der Vielfalts-Akademie stehen den Organisationen Trainings und Workshops bzw. Beratungsangebote vor Ort zur Verfügung, um gezielt die Bedarfe der jeweiligen Organisation in ihrem lokalen Kontext identifizieren und adressieren zu können.

Bei der Auswahl der Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten wird auf eine gleichmäßige Verteilung hinsichtlich der Bundesländer geachtet. Bevorzugt behandelt werden jedoch Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten aus strukturschwachen Regionen, da hier ein besonderer Förderbedarf gesehen wird. Organisationen, die sich mit hohem Engagement für antirassistische Sensibilisierung, Gemeinschaftsbildungsprozesse, eine gelebte Einwanderungsgesellschaft, Antidiskriminierung und soziale Gerechtigkeit einsetzen, werden außerdem bevorzugt in das Programm mitaufgenommen.