Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Ke'ezrach

Kontaktdaten

Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e. V. (JFDA)
Postfach 73 00 98
13062 Berlin
Tel.: 030 91481169
KZH(at)jfda.de

https://jfda.de/projekte/keezrach


Themenfeld

Konfliktbearbeitung


Projektziele

Das Modellprojekt „Ke'ezrach“ thematisiert Konfliktlösungsfähigkeit bei Erscheinungsformen von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und der Achtung und Verteidigung grundlegender Menschenrechts- und Verfassungsnormen im Kontext der Aufnahme und Integration junger Geflüchteter . Dies geschieht sowohl in Auseinandersetzung mit flüchtlingsfeindlichen Ressentiments als auch ge-genüber problematischen Prägungen und Haltungen auf Seiten der Schutzsuchenden.

Als Primärzielgruppe sollen junge Geflüchtete (zwischen 14 und 27 Jahren) und deren Eltern erreicht werden. Als Sekundärzielgruppe sollen auch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Pädagoginnen und Pädagogen, die in Willkommensklassen arbeiten, Jugendsozialarbeiterinnen und -arbeiter, kommunale Akteurinnen und Akteure der lokalen Flüchtlingsarbeit etc. sowie Freiwillige/Ehrenamtliche) angesprochen werden.


Handlungskonzept

Das Modellprojekt „Ke’ezrach“ baut auf unterschiedlichen Ansätzen und Methoden der niedrigschwelligen politischen Bildungsarbeit sowie ersten Erfahrungen mit den spezifischen Anforderungen der Zielgruppe auf und gestaltet sich als „lernendes Projekt“, das flexibel auf einzelne Zielgruppen und ihren Bedarf eingeht. Neben üblichen Methoden der politischen und interkulturellen Bildungsarbeit werden auch der Einsatz von Filmen und/oder Video-Clips, Exkursionen/Eigenrecherchen etc. in Verbindung mit der kreativen Umsetzung der Lernerfahrung in „Produkte“ erprobt.

Um die Projektziele zu erreichen, setzen sich die Teilnehmenden mit handlungsleitenden Normen und Werten des gesellschaftlichen Zusammenlebens im Zusammenhang mit Diskriminierungund mit eigenen Konflikt- und Diskriminierungserfahrungen auseinander. Hierbei spielt auch die Perspektive von Angehörigen anderer – weltanschaulich/religiöser, ethnischer und kultureller, aber auch sexueller – Minderheiten eine Rolle.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer üben in unterschiedlichen Gesprächs- und Arbeitsformen demokratische Partizipationskompetenzen. Dabei werden auch eigene Vorurteile und Diskriminierungsmuster thematisiert sowie Erscheinungsformen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit kritisch reflektiert. Hierzu entwickelt und erprobt das Projekt verschiedene (zielgruppenspezifische) Bildungsformate.

Diese Bildungsformate sowohl für junge Menschen mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte als auch für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zielen also auf die Förderung von Einordnungs-, Beteiligungs- und Diversity-Kompetenzen ab. Dabei ist der Kontext der pluralistischen Einwanderungsgesellschaft auf der Grundlage der Normen und Werte der freiheitlichen Demokratie zu beachten.

Über die jahrelange Arbeit im Bereich Antisemitismusbekämpfung und Bildungsarbeit des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus kann das Projekt über ein „Schneeballsystem“ bekannt werden und seine Zielgruppe erreichen. Hierzu tragen auch weitere Kontakte zu Trägern von Flüchtlingseinrichtungen, Migrantenselbstorganisationen, Trägern von Fachstellen und Projekten zur Demokratieförderung und Jugendfreizeiteinrichtungen bei.