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„Glokale Orte“

Kontaktdaten

Elbinstitut Hamburg (YMT) e. V.
Große Elbstr. 131
22767 Hamburg
Tel: 040 38086802
bseibert(at)elbinstitut.de
http://elbinstitut.de
www.glokalisierung.eu


Themenfeld

Empowerment zur demokratischen Teilhabe


Projektziele

Zentrale Ziele des Modellprojektes „Glokale Orte“ sind zum einen die Einrichtung von bundesweit 25 Orten, an denen Aktivitäten nach global-lokal ausgerichteten und möglichst ausgeglichenen Spielregeln stattfinden; zum anderen soll an jedem Ort ein bestimmtes Thema, z. B. Digitalisierung, Sicherheit, das Klima, gemeinsam von Akteuren der Aufnahme- und Einwanderungsgesellschaft aufgegriffen und intensiver bearbeitet werden. Angestrebt ist eine der gesellschaftlichen Realität entsprechende Vertretung von Einheimischen und Eingewanderten in jedem Teilnehmerkreis.

Geografisch sind die Orte über ganz Deutschland verteilt, vertreten sein sollen möglichst viele gesellschaftliche und administrative Bereiche (Behörden, Unternehmen, Institute, Schulen, etc.), die in Verbindung zum jeweiligen Thema stehen.

Das Projekt soll Erkenntnisse darüber liefern, inwieweit das glokale Prinzip ein pragmatisches Gegenmodell zu einer die Gesellschaft spaltenden Debatte zwischen Globalisierung und Lokalität liefert. Global und lokal wird in seiner bereits bestehenden Realität in der Gesellschaft in Gremien zusammengebracht, um Gestaltungsaufgaben gemeinsam wahrzunehmen. In diesem Kontext wird es auch interessant sein, zu beobachten, ob - und wenn ja - wie der in diesem Zusammenhang befriedende Begriff „glokal“ bekannter und öffentlicher wird; er existiert in anderen Kontexten bereits seit den 1970er Jahren, bisher ohne nachhaltige Wirkung.   

„Glokalisierung“ hat als Gesellschaftstheorie das Potential, so gut wie alle Bereiche des Zusammenlebens und damit auch Orte und Regelstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe zu integrieren: Daher gibt es auch keine Beliebigkeit: Entweder setzen sich Haltungen des wechselseitigen Respektes und der Augenhöhe durch, oder aber ideologisch geprägte Polarisierungen nehmen weiter zu - mit heute noch unabsehbaren Veränderungen für das weltweite Gemeinwesen.


Handlungskonzept

Der glokale Ort Elbinstitut Hamburg arbeitet bereits seit vielen Jahren an diesem Prinzip, ein neu gegründeter Think Tank hatte seine erste Tagung im November 2017 in Potsdam. Wir arbeiten mit zahlreichen Persönlichkeiten der ersten und zweiten Reihe des öffentlichen Lebens zusammen, unter anderem der Polizei, in Unternehmen, der Politik und gleichzeitig mit Bürgerinnen und Bürgern in alltäglichen Funktionen. Als Vorbild für alle glokalen Orte erfolgte eine Besetzung im Verhältnis 65:35 Prozent (durchschnittlicher Schlüssel des Statistischen Bundesamtes) mit Mitgliedern der Aufnahme- und Einwanderungsgesellschaft.

Während der Tagung erfolgte auch die Auswahl der ersten geografischen Orte auf Grundlage der Bundestagswahl hinsichtlich des erhöhten Aufkommens rechter Wählerstimmen. Seitdem werden Firmen, Institutionen, Vereine, etc. zu möglichen, dem jeweiligen Arbeitsbereich entsprechenden Themen angesprochen, wie Digitalisierung. Grundsätzlich gibt es für die operative Phantasie an glokalen Orten höchstens finanzielle Grenzen.

Die Installation der oben beschriebenen Gremien zur gemeinsamen Bearbeitung, die Hinzuziehung von Experten in DirectDialogen und mögliche praktische Aktionen (z. B. Workshops) erfolgen dann in genannter Reihenfolge unter Federführung des Projektträgers. Stetig dokumentiert wird die Arbeit der jeweiligen Orte in einer Ausstellung umgesetzt.

Bis Mitte des Jahres 2018 sollen etwa zehn glokale Orte am Start sein.

Glokalisierung ist selbst auch innovative Methode, indem sie konsequent den global-lokalen Mix der Orte, Gremien, Gruppen vorsieht - mit entsprechenden Entwicklungen und dem Einsatz von Begleitinstrumenten: einem glokalen Lernkonzept, Curricula, Debattenformaten, etc.

Die Innovation des Projektes liegt in der pragmatisch geografischen Konzentration auf die glokale Normalität moderner Gemeinwesen - zum Erhalt von Frieden und Wohlstand für alle in ihnen dauerhaft oder zeitweise lebende Menschen.