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Gleichberechtigte politische Teilhabe für Migrantinnen*

Kontaktdaten

DaMigra e. V.
Am Sudhaus 2
12053 Berlin
Tel: 030 30255685
atmaca(at)damigra.de

www.damigra.de/projekte/demokratie-leben


Themenfeld

Empowerment zur demokratischen Teilhabe


Projektziele

Das Projekt soll Frauen und junge Mädchen mit Migrations- und Fluchtgeschichte bundesweit ansprechen, begleiten und zur aktiven Partizipation empowern. Dabei kann Intersektionalität (die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen in einer Person) im Zusammenhang stehen mit strukturellen und individuellen Barrieren sowie deren Abschaffung.

Der Schwerpunkt wird zunächst auf der Bedarfsanalyse zur entsprechenden Zielgruppe und der damit einhergehenden Netzwerkarbeit liegen (Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten, lokale politische Akteurinnen und Akteure, Kooperationspartnerinnen und -partner). Neben intersektionalen Empowermentprojekten und Bedarfen geht es auch stark um zivilgesellschaftliches Capacity Building (Schaffung von Kapazitäten und Kompetenzen) und Vernetzungsarbeit von und für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte. Die Veranstaltungen sowie die Bedarfsanalyse zu Projektbeginn werden Handlungsbedarfe zu politischer Teilhabe aus der Perspektive von Frauen mit Migrations- und Fluchtgeschichte widerspiegeln.

Die Evaluation der Ergebnisse wird als Grundlage für ein zielgruppengerechteres Konzept zur Umsetzung des Projektvorhabens dienen. Somit wird gewährleistet, dass die folgenden Veranstaltungsformate für die herrschenden Bedarfe der Zielgruppe passgenau sind und erfolgreich umsetzbar sein werden. Teilnehmerinnen werden dann als Multiplikatorinnen fungieren und andere Frauen zur demokratischen Teilhabe motivieren.


Handlungskonzept

Die Mitgliedsorganisationen von DaMigra e. V. sowie weitere Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten, Initiativen und Einzelpersonen werden zu ihren Erfahrungen und Kapazitäten zur politischen Teilhabe im Rahmen der Auftaktveranstaltungen/Kick Offs befragt. Im ersten Schritt sollen alle relevanten Akteurinnen und Akteure (Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten, Kooperationspartnerinnen und -partner, kommunale Politik und lokale Medien) zunächst auf regionalen Vernetzungsveranstaltungen zusammenkommen.

Folgende Fragestellungen werden dabei im Mittelpunkt stehen:

  • Sind sie bereits in Initiativen oder Vereinen organisiert?
  • Welche Herausforderung sehen Sie für mehr politische Teilhabe?
  • Wie sehr sind Sie bereits mit Politik und anderen relevanten Akteurinnen und Akteuren auf kommunaler und Landesebene vernetzt?
  • Inwiefern sind Diskriminierungserfahrungen hinderlich für mehr politische Teilhabe?

Frauen mit Migrations- und Fluchtgeschichte werden sich in der inhaltlichen Konzeption der Maßnahmen wiederfinden und von den Angeboten profitieren können. Einerseits werden sich Teilnehmende im Rahmen des Projekts über Rechte, Vorteile und Defizite der politischen Teilhabe austauschen und andererseits vorhandene politische, demokratische Kräfte durch Professionalisierung und Vernetzung weiter ausbauen können.

DaMigra e. V. hat bundesweit mehr als 70 Mitglieder und ist in den Modellregionen (Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen-Anhalt) durch die MUT-Projektstandorte bereits exzellent vernetzt. Dies wird die Vernetzungsarbeit und Kontaktaufnahme zur Zielgruppe erleichtern.

In den ersten beiden Quartalen 2019 wird aus den Dokumentationen der Veranstaltungsformate zum Zwecke der Nachhaltigkeit eine Handreichung erstellt werden, die sowohl partizipative Methoden vermittelt als auch als Wegweiser für Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten dient. Des Weiteren wird über verschiedene Veranstaltungsformate (Gesprächsrunden, Podien, Dokumentarfilme, Ausstellungen, Lesungen etc.) mehr Öffentlichkeit und Bewusstsein hinsichtlich der mangelnden politischen Teilhabe der Frauen hergestellt werden. Forschung zum Thema wird ebenfalls vorangetrieben.