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Gemeinsame Vergangenheit – gemeinsame Zukunft

Kontaktdaten

Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Geschwister-Scholl-Str. 6
10117 Berlin
Tel: 030 266 42 5201
n.atmaca(at)smb.spk-berlin.de

Webseite „Gemeinsame Vergangenheit ─ Gemmeinsame Zukunft"


Themenfeld

Konfliktbearbeitung


Projektziele

Mit dem Projekt „Gemeinsame Vergangenheit – gemeinsame Zukunft“ strebt das Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin danach, gemeinsam mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der außerschulischen Jugendarbeit innovative Zugänge zu den Themen Transkulturalität, Diversität und Migration zu erarbeiten. Damit werden die Beteiligten in ihrer pädagogischen Arbeit im Hinblick auf ein friedliches Zusammenleben verschiedener gesellschaftlicher Gruppen unterstützt und können wiederum ihre eigenen Nutzerinnen und Nutzer im Umgang mit den Herausforderungen einer Einwanderungsgesellschaft stärken. Daneben baut das Museum seine Rolle als zivilgesellschaftlicher Akteur weiter aus und hat damit Vorbildcharakter für vergleichbare Einrichtungen.

Da es sich um ein Modellprojekt handelt, werden am Ende der Laufzeit in erster Linie Erkenntnisse über die Bedarfe der Hauptzielgruppe sowie modellhafte Ideen dazu erwartet, wie das Museum mit seinem Bestand und seinem Wissen auf diese eingehen kann. Da die Kooperationspartnerinnen und -partner des Projekts haupt- und ehrenamtlich in der Jugend(vereins)arbeit tätig sind und eng in die inhaltliche Arbeit eingebunden werden, ist die Übertragung der erwarteten Erkenntnisse in diesen Bereich gesichert.


Handlungskonzept

Am Anfang dieses Projekts steht die Suche nach geeigneten Kooperationspartnerinnen und -partnern, darunter sowohl Träger der offenen Jugendarbeit als auch Migrantenselbstorganisationen, Sport- sowie Kulturvereine. Im Rahmen von Befragungen und Informationsveranstaltungen werden die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren einerseits mit der Arbeit des Museums vertraut gemacht, andererseits werden ihre Bedarfe gerade in Bezug auf polarisierende, homogenisierende und Vielfalt ablehnende Haltungen ermittelt.

Mit dem zweiten Schritt beginnt die inhaltliche Arbeit. Gemeinsam mit der Zielgruppe werden neue Formate der Wissensvermittlung erarbeitet und erprobt. Bei allen stehen das persönlich bedeutsame Lernen und eine Pädagogik der Anerkennung im Mittelpunkt.

In einem letzten Schritt werden im Museum Begegnungen und Austausch unterschiedlicher Gruppen von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ermöglicht. Auch soll dort die Erprobung der erarbeiteten Konzepte mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen stattfinden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse, gerade in Bezug auf die ausgestellten Objekte, werden in zukünftige Dauerausstellungen einfließen und damit über den Projektzeitraum hinaus Bestand haben.

Neben den projektinternen Veranstaltungen sind Veranstaltungen mit Fachleuten geplant, in denen die Rolle des Museums als gesellschaftspolitischer Akteur und Brückenbauer diskutiert wird und die einer interessierten Öffentlichkeit offenstehen. Daneben wird durch Kulturveranstaltungen sowie Performances und Interventionen innerhalb und außerhalb des Museums die breitere Öffentlichkeit sowohl auf das Projekt als auch auf seine Themen – Transkulturalität, Diversität und Migration – aufmerksam gemacht werden.

Die Innovationskraft des Projekts liegt darin, im Zusammenspiel zwischen musealen Objekten dem im Museum vorhandenen Wissen und den Bedarfen, Fragen und Anregungen der Zielgruppe neue Narrative zu entwerfen, die auf die positive Anerkennung von Vielfalt und der mit ihr einhergehenden Ambiguität abzielen.