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Empowerment - quer gedacht - Entwicklung von horizontalen Praxis- und Weiterbildungskonzepten

Kontaktdaten

Netzwerk Antidiskriminierung e. V. Region Reutlingen/Tübingen
Museumstraße 7
72764 Reutlingen
Tel: 07071 7955912
andreas.foitzik(at)nw-ad.de


Themenfeld

Empowerment zur demokratischen Teilhabe


Projektziele

In den letzten Jahren hat das Netzwerk Antidiskriminierung e. V. zunehmend mit horizontalen, das heißt zielgruppenüberschreitenden Ansätzen gearbeitet und sieht hier ein großes Weiterentwicklungspotential gerade für den Einsatz in der Jugendsozialarbeit. Das norwegische Programm EXIT (Expressive Arts in Transition) bietet hier wissenschaftlich evaluierte Ansatzpunkte. Die besondere Stärke des Projekts liegt darin, Menschen zu stabilisieren, die unter extremem Stress leiden oder Traumata erlitten haben. Inspiriert von der pilothaften Entwicklung von neuen Empowerment-Ansätzen mit Jugendlichen, werden im Projekt modelhafte Weiterbildungskonzepte für Empowerment-Trainerinnen und -Trainer sowie für die Empowerment-Arbeit durch Jugendkulturarbeit erprobt.

Der Schwerpunkt des Projektes liegt zum einen in der Weiterentwicklung der Empowerment-Arbeit mit Jugendlichen mit Diskriminierungserfahrungen. Überdies sollen die kulturpädagogische Empowerment-Arbeit sowie neue Ansätze erprobt werden, die Empowerment für die Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Partizipationsförderung nutzen. Die Jugendarbeit mit heterogenen Gruppen in heterogenen Teams erfordert nach Ansicht des Projektträgers Empowerment-Konzepte und -Methoden, die der Realität und den Lebenswelten der Jugendlichen gerecht werden.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der Erarbeitung und modelhaften Umsetzung von Qualifizierungskonzepten für diejenigen Jugendsozialarbeiterinnen und -arbeiter, die sich intensiver in der Antidiskriminierungsarbeit engagieren möchten.


Handlungskonzept

Konkret sind unter anderem folgende Maßnahmen geplant:

  • Eine Publikation zur Nutzbarmachung von Menschenrechtsurteilen soll als Grundlage der Arbeit dienen. Ein Blog für die Jugendsozialarbeit ist als wichtiger Teil in der Dissemination geplant.
  • Um die Alltagsbewältigung zu fördern, soll ein mehrwöchiger Kurs mit jungen Geflüchteten durchgeführt und dabei Praxiserfahrungen gesammelt werden.
  • Neue Formate von horizontaler Empowerment-Arbeit mit Jugendlichen sollen entwickelt und als regelmäßiges Gruppenangebot mit etwa 20 Jugendlichen pilothaft erprobt werden. Drei bis fünf Peer-Coaches bekommen auf der Grundlage des entwickelten Konzeptes zwei eintägige Fortbildungsworkshops und werden in ihrer Arbeit intensiv begleitet.
  • Für politisch engagierte Jugendliche sollen Workshops und eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung durchgeführt werden. Aus einem Workshop soll ein Radiobeitrag im Stuttgarter Freien Radio entstehen.
  • Für den Bereich antimuslimischer Rassismus soll eine Train-the-Trainer-Weiterbildung mit den Schwerpunkten Islamismusprävention und antimuslimischer Rassismus mit 12 bis 16 Teilnehmenden stattfinden.
  • Eine Grundlagenpublikation zu Menschenrechten als Orientierungsrahmen für die horizontale Empowerment- und Antidiskriminierungs-Arbeit soll im Redaktionsteam fertiggestellt und an Fachkräfte der sozialen Arbeit verteilt werden.
  • Es soll ein Blog für Fachkräfte entwickelt werden, auf dem während der Projektlaufzeit „Orientierungstexte“ zu intersektional erweiterten migrationspädagogischen und rassismuskritischen Themen zur Verfügung gestellt werden.