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DIA*LOGin Düsseldorf

Kontaktdaten

Die Aktion Gemeinwesen und Beratung (AGB) e. V.
Himmelgeister Straße 107
40225 Düsseldorf
Tel: 0211 9052222
info(at)die-agb.de
www.die-agb.de/dialog-macht-schule


Themenfeld

Empowerment zur demokratischen Teilhabe


Projektziele

„DIA*LOGin Düsseldorf“ ist ein politisches Dialoggruppenprojekt, das Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationsgeschichte sowie geflüchtete Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 16 Jahren zusammenbringt. Im Rahmen der zweijährigen Projektlaufzeit sollen schulische und außerschulische Räume für eine dialogische Auseinandersetzung eröffnet werden, in denen im Sinne einer demokratischen Streitkultur sensitive Themen aufgegriffen, versprachlicht, gemeinsam erforscht und zum anderen Wege zu einer politischen Mitbestimmung und gesellschaftlichen Teilhabe eröffnet werden.

Die Erprobung unterschiedlicher niedrigschwelliger Dialogsettings in Schule, Verein oder Jugendclub soll aufzeigen, unter welchen Voraussetzungen politische Bildung auch in heterogenen Jugendgruppen erfolgreich sein kann. Darüber hinaus lässt die flexible Gestaltung der Dialoggruppen eine Übertragung in alternative schulische und außerschulische Settings zu – auch hinsichtlich der Zielgruppe. So wäre beispielsweise auf längere Sicht eine Erweiterung des Dialogmodells auf Erwachsenengruppen denkbar.


Handlungskonzept

„DIA*LOGin Düsseldorf“ greift auf verschiedene Dialogelemente bereits erprobter Dialogkonzeptionen wie „Dialog macht Schule“ oder „Ibrahim trifft Abraham“ zurück, führt diese zusammen, geht im Hinblick auf die Zielgruppe einen entscheidenden Schritt weiter und fußt damit auf einem Zwei-Säulen-Modell, das schulische und außerschulische Bausteine miteinander verbindet: die heterogene Dialoggruppe und die sozialraumorientierte Flankierung. Zunächst soll in drei Partnerschulen ein neuer innovativer Dialoggruppentypus entworfen werden, der gezielt Schülerinnen und Schüler mit und ohne Einwanderungsgeschichte der Regelklassen des siebten Jahrgangs und Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrung zusammenbringt, die seit maximal zwei Jahren in Deutschland sind.

Zwei Studierende, die als politische Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet sind, leiten jeweils eine Gruppe von maximal 12 Jugendlichen. Sie bauen einen Vertrauensraum auf, in dem sich alle Beteiligten sicher fühlen können und Identität, Rassismus, Gleichberechtigung, Mobbing etc. thematisieren. Mithilfe einer breiten Methodenvielfalt von niedrigschwelligen Methoden der Fremdpositionierung bis hin zu komplexen Planspielen werden die Jugendlichen in die Lage versetzt, eigene Positionen zu abstrahieren.

Neue Lern-, Begegnungs- und Phantasieräume außerhalb der Schule werden erkundet, externe Referentinnen und Referenten eingeladen sowie schulübergreifende Dialogtreffen ermöglicht. Nach dieser viermonatigen schulischen „Andockphase“ soll die Dialoggruppe in einem außerschulischen Kontext erprobt werden und der Schritt in ein konkretes partizipatives Handeln gelingen: Jugendliche erforschen eigene Wege zur politischen Teilhabe, die sich in abschließenden Projekten und der Teilnahme an Wettbewerben äußern.

Ergänzend hierzu soll ein verstärkt sozialraumorientiertes Backup auf längerfristige Bildungspartnerschaften zwischen Träger, Schule, Bezugspersonen und Schülerinnen und Schülern mit Fluchtgeschichte hinwirken und mit lebensbegleitenden Elementen wie Hausbesuchen und Stadtteilerkundungen die Beteiligung geflüchteter Familien im schulischen und sozialraumorientierten Umfeld aktivieren.