Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

„Demokratie leben - mit allen Pänz“

Kontaktdaten

wir für pänz e. V.
Hansaring 84-86
50670 Köln
Tel: 0221 37996969
mechthild.boell(at)wir-fuer-paenz.de


Themenfeld

Konfliktbearbeitung


Projektziele

Demokratie leben – mit allen Pänz! ist ein inklusives Modellprojekt zur Demokratiebildung bzw. sozialem Lernen an Institutionen und richtet sich an Kölner Kinder und Jugendliche, die Fluchterfahrungen bzw. Migrationsbezüge aufweisen oder einheimisch sind und mit den Betroffenen gemeinsam eine Schule besuchen. Die Lebenswelt innerhalb der Schulen und Flüchtlingsunterkünfte ist teilweise geprägt von sozialer Benachteiligung, Diskriminierung, Gewalt- und Kriegserfahrungen, Chancenungleichheit, gesundheitlichen oder psychosozialen Beeinträchtigungen und Verhaltensauffälligkeiten. Erfahrene Anti-Gewalttrainerinnen und -trainer arbeiten mit den Kindern jeweils über zwei Jahre, je zwei Stunden in der Woche an zwei Kölner Flüchtlingsunterkünften und fünf Schulen an folgenden Zielsetzungen:

  • Prävention und Schutz
  • Förderung durch Empowerment
  • Demokratie leben lernen
  • Partizipation und kulturelle Teilhabe
  • Inklusion und Gleichwertigkeit.

Die Kinder und Jugendlichen werden in ihrer emotionalen Entwicklung und ihrem sozialen Zusammenhalt positiv beeinflusst. Anhand von Wirkungsanalysen werden Erkenntnisse zur nachhaltigen Demokratiebildung an Schulen und Flüchtlingsunterkünften herausgestellt. Ziel ist es, Qualitätsstandards für die regionale Flüchtlingsarbeit herauszuarbeiten und nach erfolgreicher Erprobung in den kommunalpolitischen Strukturen zu verankern.


Handlungskonzept

Handlungsziel ist es, Ausgrenzungen, Vorurteilen, Berührungsängsten oder Gewalt unter Jugendlichen präventiv mit langjährig erprobten pädagogischen Antidiskriminierungsmaßnahmen zu begegnen. Dabei gilt der Handlungsgrundsatz – „Prävention durch Inklusion und Teilhabe“. Diversitäts- und gender-sensible Übungen aus der Konfrontativen Pädagogik, Demokratiepädagogik und UN-Kinderrechtsbildung werden angewandt, um Selbstwert, interkulturellen Werteaustausch, Respekt und soziale Kompetenzen nach dem Grundsatz des Empowerment zu fördern und zu stärken.

Elemente aus der Sport-, Theater- und Medienpädagogik kommen zum Einsatz, um Traumata und psychosoziale Belastungen zu lösen und zu verarbeiten. Das Erlernen von Soft Skills zur Partizipation, gewaltfreier Konfliktlösung und kulturellen Teilhabe ist elementarer Schlüssel des Modellprojekts zu mehr Chancengerechtigkeit, Demokratiebewusstsein, Gleichwertigkeit, Selbstbestimmung und erfolgsversprechenden Zukunftsperspektiven der Kinder und Jugendlichen. Modellhaft werden hierzu Klassenrat-Coachings und Implementierungshilfen an den fünf Schulen durchgeführt und ein demokratisches Kinderparlament an den Flüchtlingsunterkünften gebildet, um die Partizipation nachhaltig zu sichern.

Für mehr kulturelle Teilhabe und eine erfolgreiche Inklusion in die Kölner Gesellschaft sind gemeinsame Ausflüge und Events geplant. Des Weiteren werden Coachings zu Peer-to-Peer-Patenschaften angeboten, um den Zusammenhalt untereinander und das positive Selbstbild der Jugendlichen zu verstärken.

Projektträger ist der Jugendhilfeverein „wir für pänz“ sowie der neu gegründete Verein Fair.Stärken. Dieser ist aus der Gewaltpräventionsabteilung des „wir für pänz“ hervorgegangen und charakterisiert sich zukunftsweisend über die Projektbereiche Demokratiebildung an Institutionen, Elternberatung und partizipative Flüchtlingsarbeit für Familien in der Kölner Region. Unter dem Aspekt der Jugendbildung setzt das Modellprojekt innovativ auf Soft Skills und kulturelle Teilhabe, um den Prozess der Inklusion durch ein Demokratie-leben-Lernen zu bekräftigen und die schulischen und gesellschaftlichen Perspektiven der Kinder und Jugendlichen zu verbessern.