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Crossover - Teilhabe voneinander lernen

Kontaktdaten

Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e. V.
Boyenstr. 41
10115 Berlin
Tel: 03024045100
info(at)raa-berlin.de

www.juma-ev.de/crossover-empowerment

http://raa-berlin.de/service/angebote-und-projekte


Themenfeld

Empowerment zur demokratischen Teilhabe


Projektziele

Hauptziel des Modellprojekts „Crossover - Teilhabe voneinander lernen“ ist es, Handlungsansätze zu entwickeln und zu erproben, mit denen junge Menschen, die von antimuslimischem Rassismus und Diskriminierung betroffen sind, gestärkt und besser für die Mitgestaltung unserer demokratischen Gesellschaft ausgestattet werden können. Sie sollen darin unterstützt werden, alltägliche und strukturelle Diskriminierung zu verstehen und durch individuelle und kollektive Strategien reflektieren zu können.

Dadurch werden die Jugendlichen befähigt, ihre alltäglichen Erfahrungen mit antimuslimischem Rassismus einzuordnen und zu besprechen. Der gemeinschaftliche Prozess – über alltägliche wie strukturelle Diskriminierung zu sprechen und dafür einen gemeinsamen Lernraum zu schaffen – soll jungen Menschen ermöglichen, gesellschaftliche Teilhabe diskriminierungskritisch zu gestalten.

Das Modellprojekt reagiert auf gesellschaftliche Ausschlusspraktiken, von denen insbesondere Jugendliche mit einem muslimischen Hintergrund betroffen sind. Es ist auf die spezifischen Bedarfe der Zielgruppe ausgerichtet. In diesem Kontext haben die jungen Menschen die Möglichkeit, verschiedene Empowerment-Strategien selbst zu entwickeln und zu erproben. 


Handlungskonzept

Angesprochen sind junge Menschen im Alter von 16 bis 21 Jahren in Berlin und Baden-Württemberg, die auf Grund ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Zugehörigkeit und/oder weiterer (zugeschriebener) Merkmale von (antimuslimischem) Rassismus betroffen sind. Außerdem sollen insbesondere Jugendliche, die bisher keine oder kaum Erfahrung mit Empowerment- oder Partizipationsangeboten hatten, eingebunden werden.

Das Modellprojekt bietet ihnen einen geschützten und professionell begleiteten Rahmen, in dem Rassismus und weitere Diskriminierungserfahrungen thematisiert und neue Strategien zur Selbststärkung entwickelt werden können. Den jungen Menschen soll die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Erfahrungen und Anliegen mit aktionsorientierten Formaten in die Öffentlichkeit zu bringen. Je nach Interesse und Thematik können das unterschiedliche Aktionsformen wie beispielsweise Social-Media-Kampagnen,  Poetry Slam, Video/Fotografie, Theater, Radio und Podcast sein.

Ein wesentlicher Ansatz im Modellprojekt ist, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über den solidarischen Austausch mit Mitgliedern anderer Communities (Sinti und Roma-Community, jüdische Community, Schwarze Community), die bereits Erfahrungen im Bereich des Empowerments gesammelt haben, weitere Lernmöglichkeiten anzubieten. Hierin liegt neben der Entwicklung zielgruppengerechter Ansätze ein besonderes innovatives Moment.