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Social Media Interventions! - rechtsextremen Geschlechterpolitiken im Netz begegnen

Kontaktdaten

Dissens – Institut für Bildung und Forschung e. V.
Allee der Kosmonauten 67
12681 Berlin
Tel.: 030 54 98 75-37
socialmediainterventions(at)dissens.de


Projektziele

Das Projekt Social Media Interventions! entwickelt eine Kombination aus Online-Angeboten und Bildungsformaten, um rechtsextremen und vielfaltsfeindlichen – insbesondere sexistischen, homosexuellen-, trans*- und inter*feindlichen – Positionen im Netz und Hate Speech zu begegnen.
Ziele des Projekts sind:

  • Argumente gegen rechtsextreme, vielfaltsfeindliche Positionen (zu den Themen Geschlechterrollen, geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, Familienbilder, körperliche Selbstbestimmung, Gleichstellungs- und Bevölkerungspolitiken und ähnlichen) netzadäquat aufzubereiten und niedrigschwellig zugänglich zu machen;
  • alternative Erzählformen und Visionen einer demokratischen, Vielfalt wertschätzenden Gesellschaft aufzuzeigen und zu verbreiten;
  • Jugendlichen Kompetenzen im Umgang mit Sozialen Medien und Hate Speech zu vermitteln und ihr Engagement gegen Diskriminierung zu stärken;
  • pädagogische Fachkräfte zu rechtsextremen, vielfaltsfeindlichen Positionen und Hate Speech weiterzubilden und dazu zu befähigen, mit Jugendlichen zu diesen Themen zu arbeiten;
  • von Hate Speech betroffene Menschen, insbesondere Frauen, lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Personen, zu empowern und zu unterstützen;
  • online wie offline eine aktive demokratische Kultur zu stärken, die sich Ideologien der Ungleichheit entgegenstellt und sich mit Menschen, die Diskriminierung erfahren, solidarisch zeigt.

Handlungskonzept

Das Projekt Social Media Interventions! legt zum einen den Schwerpunkt auf die Verbindung von Online-Angeboten und Bildungsformaten zu Themen rund um Geschlechterrollen, Familie, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Die Arbeit im Netz und die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen sowie mit Pädagoginnen und Pädagogen werden zusammengedacht und ergänzen einander. Zum anderen liegt der Fokus auf Gegenerzählungen – diese bieten Weltdeutungen, die für eine offene, solidarische und vielfältige Gesellschaft und gegen Hass und Ausgrenzung stehen.

Mit solchen Gegennarrativen sollen Unentschiedene erreicht werden, um deren Einstellung zur Welt positiv für Vielfalt und Gleichberechtigung zu öffnen. Gleichzeitig sollen Menschen gestärkt werden, denen Hassrede und Diskriminierung widerfahren.

2018 wird dafür eine Website entwickelt, die Gegenerzählungen und Möglichkeiten der Gegenrede netzadäquat aufbereitet zugänglich macht. Die Website wird im Rahmen einer Facebookkampagne im zweiten Halbjahr 2018 bekannt gemacht. Zu der Kampagne werden bereits bekannte Youtuberinnen und Youtubern, Bloggerinnen und Blogger sowie Influencerinnen und Influencer Beiträge beisteuern – zum Beispiel Videos, kurze Texte oder Memes.

2019 werden Pilot-Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene einerseits und für pädagogisch Tätige andererseits entwickelt und im schulischen und außerschulischen Kontext umgesetzt. Die Workshops finden in Brandenburg, Sachsen und Berlin statt. Erkenntnisse aus der Kampagne werden in die Konzeption und Durchführung der Workshops einbezogen und die Online-Angebote als Tool zur Verfügung gestellt.

Jugendliche und junge Erwachsene sollen über Themen rund um Geschlecht, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in einen Austausch kommen, der demokratisch, solidarisch und vielfaltsorientiert geführt wird. Auch die Förderung von Medienkompetenz ist Bestandteil der Workshops. Pädagogisch Tätige werden als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren dazu befähigt, Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Sozialen Medien zu unterstützen.