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Salam2You

Kontaktdaten

Violence Prevention Network e. V.
Alt Moabit 73
10555 Berlin
Tel:030 917 054 64
verwaltung(at)violence-prevention-network.de

http://www.violence-prevention-network.de/de/aktuelle-projekte/salam2you


Projektziele

Durch die sozialen Medien haben sich die Zugangs- und Rekrutierungswege extremistischer Gruppierungen stark gewandelt. Die digitale Zugangsschwelle zu ideologisierten Haltungen und radikalisierten Szenen ist aktuelle sehr niedrig. Am Beginn eines Radikalisierungsprozesses steht häufig eine spirituell-religiöse Neugier, die durch die Nutzung einschlägiger Online-Angebote befriedigt wird.

Im Rahmen des Modellprojekts „Salam2You“ sollen verschiedene Formen der Radikalisierungsprävention im Netz auf ihre Wirksamkeit hin erprobt werden. Dabei soll die Möglichkeit einer Überführung vom Online-Kontakten hin zu einer Face-to-Face-Kommunikation berücksichtigt werden. Die Praxiserfahrung zeigt, dass eine Deradikalisierung nur im Ausnahmefall ohne zwischenmenschlichen Kontakt funktioniert.

Um die Projektziele zu erreichen, möchte das Modellprojekt „Salam2You“

  • Jugendliche unter pädagogischer Anleitung in die Konzeptionsphase von Medienformaten für die Zielgruppe radikalisierungsgefährdeter junger Menschen einbeziehen,
  • Formate der Radikalisierungsprävention im Netz erproben, die die Gewohnheiten der Mediennutzung junger Menschen berücksichtigen,
  • die entwickelten Formate über unterschiedliche digitale Verteilungswege zielgruppengerecht ausspielen und Jugendliche zum Dialog anregen,
  • die Verschränkung von Online- und Offline-Maßnahmen ermöglichen.

Handlungskonzept

Das Modellprojekt „Salam2You“ richtet sich an junge Menschen, die sich im Phänomenbereich des islamistischen Extremismus bewegen und Gefahr laufen, sich zu radikalisieren. Grundlage des Projekts bildet die Annahme, dass islamistisch gefährdete Jugendliche nur mit interessanten und involvierenden Inhalten über für sie relevante Kommunikationskänale angesprochen werden können. Ein Schwerpunkt liegt deshalb auch auf der Annäherung an die Lebenswirklichkeit und die Kommunikationsgewohnheiten junger Menschen, die über eine entsprechende Migrationsgeschichte und/oder islamische Bezüge verfügen.

Unter Einbindung einer interkulturellen und interreligiösen Jugendredaktion sollen zusammen mit dem Projektteam Medienformate entwickelt werden, die die Lebenslagen und -fragen der Zielgruppe zum Inhalt haben. Hierdurch soll das Interesse potentiell radikalisierungsanfälliger junger Menschen geweckt und zu Reaktionen wie Kommentaren, Direktnachrichten, Media-Sharing und anderen Interaktionen angeregt werden.

Die Reaktionen werden dokumentiert, pädagogisch begleitet und bei Bedarf besteht die Möglichkeit, den Online-Kontakt in eine  Face-to-Face-Kommunikation zu überführen. Hierfür stehen geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektträgers zur Verfügung.