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NO HATE SPEECH 2018/2019. Für Meinungsvielfalt und zivile Debattenkultur in den Webpräsenzen der Medien

Kontaktdaten

Neue Deutsche Medienmacher e. V.
Potsdamer Str. 99
10785 Berlin
Tel.: 030 26947231
info(at)no-hate-speech.de
www.neuemedienmacher.de/projekte/no-hate-speech-movement


Projektziele

Es gibt bisher keine Organisation im deutschsprachigen Raum, die sich mit Hate Speech gegenüber Medienschaffenden auseinandersetzt. Zudem gibt es kaum Expertinnen und Experten, die sich sowohl mit Hass im Netz als auch mit dem journalistischen Berufsalltag auskennen und befassen. Die wenigsten Medienhäuser haben hierzu Richtlinien erarbeitet. Und das, obwohl sich Journalistinnen und Journalisten immer stärker mit Hassrede konfrontiert sehen, wie Umfragen zeigen. In diese Lücke stößt der Neue Deutsche Medienmacher e. V.

Ziel des Modellprojektes ist es, Medienschaffende im Umgang mit Hassrede im Netz zu stärken. Bis zum Ende der Projektlaufzeit sollen Medienschaffende konkrete Leitfäden für ihre Redaktionen entwickeln, mit denen sie gegen Hassrede gegen sich selbst und ihre Publikationen vorgehen können. Es wird erwartet, dass sie so einen produktiven Umgang mit Hasspostings auf den Webseiten der Verlage erarbeiten und in ihren sozialen Kanälen mit Gegenrede kontern, die beispielhaft auch für einen zivilgesellschaftlichen Umgang mit dem Problem stehen kann.

Es besteht die Hoffnung, dass sich Journalistinnen und Journalisten so im Umgang mit Hass gestärkt fühlen und nicht vor der Berichterstattung und Kommentierung sensibler Hot Topics zurückschrecken. Helfen sollen ihnen dabei vom Projektträger entwickelten Best-Practice-Beispiele der Gegenrede. Anzunehmen ist, dass junge Medienschaffende besser im Umgang mit Hassrede ausgebildet werden und dass Redakteurinnen und Redakteure als Train-the-Trainer andere Redaktionen schulen können. Die für Schülerinnen und Schüler sowie angehende Medienschaffende entwickelten Module können auch für andere Träger oder Kinder- und Jugendhilfe in der außerschulischen Bildung angepasst oder übernommen werden.


Handlungskonzept

Es soll mit drei Redaktionstreffen pro Jahr herausgefunden werden, welche Bedürfnisse Medienschaffende im Umgang mit Hassrede haben. Diese Bedürfnisse sollen nach und nach in einem Leitfaden für Journalistinnen und Journalisten aufgegriffen und berücksichtigt werden, der im Herbst 2018 in neuer Auflage veröffentlicht werden soll. Zeitgleich soll ein Helpdesk auf den Online-Präsenzen des Projektträgers veröffentlicht werden, an den sich Medienschaffende bei Fragen wenden können – auch per Mail und Telefon.

Zusammen mit der Jugendpresse Deutschland wird ein Modul zum Umgang mit Hassrede für Schülerinnen- und Schülerzeitungsredaktionen entwickelt. Es werden außerdem Beispiele der Gegenrede der Facebook-Gruppe #ichbinhier auf ihren Erfolg hin analysiert, mithilfe der Freien Universität Berlin mit dem Stand der Wissenschaft verglichen und anschließend Best-Practice-Beispiele veröffentlicht.