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Hate-Speech entgegentreten, Demokratische Diskussionskultur im professionellen Kontext stärken

Kontaktdaten

Forschungsgruppe Modellprojekte e. V. (FGM) Weinheim
Babostr. 3
69469 Weinheim
Tel: 06201 255 96 61
iris.ruesing(at)sfgm.de

http://forschungsgruppe-modellprojekte.de


Projektziele

Das Modellprojekt „Hate-Speech entgegentreten, Demokratische Diskussionskultur im professionellen Kontext stärken“ richtet sich an Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen, Verbänden, Politik und Verwaltung sowie sonstigen Organisationen. Angesprochen sind all diejenigen Personen, die auf professioneller Ebene tagtäglich mit Kommunikation zu tun haben und in Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit involviert sind.

Rassistische Kommentare auf Facebook, Hetze auf Twitter oder ein Shitstorm von organisierten Extremisten: In den sozialen Medien ist Hate Speech allgegenwärtig. Auch Unternehmen und Organisationen sind direkt oder indirekt in der externen wie der internen Kommunikation davon betroffen. Das Phänomen spielt sich oft in einer rechtlichen Grauzone ab, entfaltet häufig aber eine Dynamik, die hohen Handlungsdruck erzeugt. Für die Zielgruppe der Kommunikatoren liegen aber derzeit weder systematische Handlungsansätze im Umgang damit vor, noch erfährt das Thema die erforderliche Öffentlichkeit.

Über den Projektpartner Bundesverband deutscher Pressesprecher e. V. (BdP) hat das Modellprojekt Zugang zu rund 40.000 Personen im deutschsprachigen Raum, die im Bereich Kommunikationsmanagement arbeiten. Erstmalig kann das Phänomen Hate Speech in diesem beruflichen Kontext somit breit adressiert und bearbeitet werden.

Das Modellprojekt möchte diese spezielle Zielgruppe für die Thematik sensibilisieren und gemeinsam mit relevanten Protagonistinnen und Protagonisten aus dem PR-Bereich positive wie negative Fallbeispiele sammeln, die zur Anschauung und Ableitung von Handlungsempfehlungen genutzt werden. In bundesweit stattfindenden Workshops sollen Grundlagen und Hintergrundwissen zur Thematik, rechtliche Aspekte und Fallstudien vermittelt werden.


Handlungskonzept

Mit einer Bedarfserhebung unter wissenschaftlicher Begleitung wird eine Grundlage für die Systematisierung von Fällen geschaffen. Im Rahmen der Dokumentation entstehen spätestens zum Ende der Projektlaufzeit praxisbezogene Materialien und Online-Angebote, um Kommunikatorinnen und Kommunikatoren kostenfreie und allgemeingültige Informationen und Gegenstrategien zum Umgang mit Hate Speech anbieten zu können. Über die Online-Angebote und Medien der Projektbeteiligten werden die Ergebnisse kommuniziert und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das Modellprojekt unterstützt Kommunikatorinnen und Kommunikatoren, indem es die Entwicklung von Strategien zum Umgang mit Hatespeech fördert und für akute Problemfälle Handlungsoptionen aufzeigt. Zugleich hat es den gesellschaftlichen Auftrag, eine zivile Debattenkultur, Meinungsvielfalt und Diversität zu fördern und hierfür unter Kommunikatorinnen und Kommunikatoren ein Bewusstsein zu schaffen.