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Gesellschaft gemeinsam gestalten - Partizipation von Geflüchteten und Unterstützer_innen im Netz stärken

Kontaktdaten

Minor - Projektkontor für Bildung und Forschung
Alt-Moabit 73
10555 Berlin
Tel: 030 397 442 27
c.pfeffer(at)minor-kontor.de

https://minor-kontor.de/gesellschaft-gemeinsam-gestalten


Projektziele

In den letzten zwei Jahren sind im Engagement von und für Geflüchtete auch viele neue Online-Angebote entstanden, zum Beispiel Apps, um Geflüchtete im Alltag zu unterstützen. Hier arbeiten Geflüchtete mit länger hier lebenden Freiwilligen zusammen, indem sie etwa soziale Medien dazu nutzen, ihr Engagement zu koordinieren und neue Strategien der Vernetzung zu entwickeln. Das gemeinsame Engagement von Menschen verschiedener Herkunft stärkt die Demokratie im Umgang mit Themen wie Flucht und Asyl. Gleichzeitig ist die Debatte dazu – gerade im Internet – stark polarisiert. Geflüchtete und andere Freiwillige machen Erfahrungen mit Diskriminierung und Hate Speech, was sowohl ihr individuelles Leben als auch ihr demokratisches Engagement einschränkt.

Das Projekt unterstützt zivilgesellschaftlich Engagierte mit und ohne eigene Fluchterfahrung darin, ihre Vorstellungen einer demokratischen Kultur sowohl in der digitalen als auch in der analogen Welt weiter voranzutreiben. Dabei liegt der Fokus auf der Stärkung demokratischer Verfahren und zivilgesellschaftlicher Umgangsformen im Netz. Der Ausbau von Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe und Partizipation soll dort ebenso wie das gemeinsame zivilgesellschaftliche Engagement vorangebracht werden.

Die Freiwilligen, die sich für Demokratie und gegen Diskriminierung und Hass im Netz einsetzen, sollen durch die Bereitstellung von Forschungsergebnissen, durch Online- und Offline-Formate politischer Bildung sowie maßgeschneiderte Online- und Offline-Lernmedien unterstützt werden. Außerdem werden in einem geschützten digitalen Demokratielabor gemeinsam mit einem breiten Netzwerk zivilgesellschaftlicher Akteure Strategien des Engagements gegen Hass und Diskriminierung entwickelt und im Engagement mit Geflüchteten erprobt.


Handlungskonzept

Primäre Zielgruppe sind zum einen junge Menschen mit eigener Fluchtgeschichte, die sich analog und digital engagieren; zum anderen sind es Freiwillige, die mit Geflüchteten in jungen Strukturen tätig sind und die für eine demokratische, diskriminierungsfreie Nutzung des Netzes eintreten.

Spezifische Maßnahmen für die drei Haupt-Zielgruppen:

  • Entwicklung eines digitalen und analogen Baukastensystems aus Grundlagentexten, pädagogischen Anleitungen, Praxisbeispielen und Fortbildungen;
  • Erreichen der Zielgruppe in sozialen Medien und auf Fachveranstaltungen und gezielte Ansprache über das Netzwerk des Projekts und der Kooperationspartner;
  • Aufbau des Demokratielabors als digitale Umgebung zum Austausch von Erfahrungen, zur Durchführung von kostenlosen Onlinekursen (Massive Open Online Courses,MOOCs), Webinaren und Online-Lernspielen, durch das Einstellen und Teilen von Video-Tutorials und Blog-Einträgen;
  • Durchführung von Praxisworkshops zum digitalen Engagement in der Geflüchtetenarbeit für Freiwillige, in denen Erfahrungen mit Hass und Diskriminierung im Netz reflektiert und Tools erprobt, Online-Engagementformen praktisch erprobt und Vereinbarungen zur vernetzten Weiterarbeit getroffen werden;
  • Interaktive Online-Module (wie Blogs, Gruppendiskussionen, Arbeit in sozialen Medien) zur Vernetzung und Einbindung von Online-Engagementformen (dauerhaft über die Projektlaufzeit, mit wechselnden Themenschwerpunkten);
  • Dokumentation guter Praxis, Fortbildung, Fachvernetzung und Multiplikatoren-Arbeit.