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#freireden? #mitreden. #gegenreden!

Kontaktdaten

Deutsche Gesellschaft e. V.
Voßstr. 22
10117 Berlin
Tel: 030 884 121 41
dg(at)deutsche-gesellschaft-ev.de

www.freireden-mitreden-gegenreden.de


Projektziele

Die Digitalisierung und Technisierung verändert die Alltags- und Erfahrungswelten junger Menschen nachhaltig. Mit dem gestiegenen Stellenwert sozialer Netzwerke und den modernen Verbreitungskanälen verlagert sich die Kommunikation zunehmend in die digitale Welt. Der Bedeutungszuwachs des digitalen Lebensraumes verschärft die Brisanz von Beleidigung, Diskriminierung und Hass im Netz und hat direkte Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeit der Heranwachsenden. Bei der Bewältigung der Herausforderungen werden die Jugendlichen oftmals allein gelassen. Eine übergeordnete Bedeutung fällt daher dem Vermitteln eines verantwortungsbewussten Umgangs mit den digitalen Kommunikationsmöglichkeiten zu.

Mit dem Modellprojekt „#freireden? #mitreden. #gegenreden!“ will die Deutsche Gesellschaft e. V. Jugendliche für einen sensibilisierten und verantwortungsbewussten Umgang mit den digitalen Kommunikationsmöglichkeiten motivieren und befähigen. Die Schwerpunkte des Modellprojekts liegen in der Vermittlung von Medienkompetenz, in der gemeinsamen Entwicklung und Verstetigung von Ansätzen und Lösungsmöglichkeiten für eine aktive Prävention von und Intervention gegen Hasskommentare(n) und Radikalisierung im Netz sowie in der nachhaltigen Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements.


Handlungskonzept

In den Jahren 2018 und 2019 wird die Deutsche Gesellschaft e. V. gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 7 bis 13 Ursachen, Erscheinungsbilder und Lösungsmöglichkeiten für Beleidigung, Diskriminierung und Hass im Netz erarbeiten. In jährlich 50 bundesweiten praxisorientierten, interaktiven Ein-Tages-Workshops werden die jungen Menschen Informationsmaterialen zur kritischen Mediennutzung erhalten und Präventions- und Interventionsmaßnahmen in Stationenarbeit erproben. Darüber hinaus werden sie eigenständig Leitfäden für einen respektvollen Umgang im digitalen Lebensraum erarbeiten. In den Workshops sollen zudem Schülerinnen und Schüler als Schülercoaches ausgebildet werden, die an ihren Schulen als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei Fällen von Beleidigung, Mobbing, Hassrede und Hetze im Netz fungieren sollen.

Als zentrale Informationsplattform dient die Homepage „#freireden? #mitreden. #gegenreden!“, welche das Modellprojekt dokumentiert, die Ergebnisse der Workshops illustriert, für eine Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements eintritt sowie für langfristige Aktivitäten, für die Entwicklung von Synergien und für nachhaltige Kooperationen wirbt. Zugleich versammelt sie Hilfestellungen für die Arbeit der Schülercoaches und bietet Anregungen für die Rezeption an anderen Bildungseinrichtungen. Durch die bundesweite Verteilung der Workshops lassen sich Erkenntnisse vergleichen, Handreichungen und Leitlinien weiterentwickeln sowie feste Präventions- und Handlungsstrukturen aufbauen, um eine Übertragbarkeit auf andere Bildungseinrichtungen zu ermöglichen.

Indem das Projekt die jungen Menschen dazu anregt, die Inhalte eigenständig umzusetzen sowie Informations-, Medien- und Methodenkompetenz auf mehreren Ebenen vermittelt, schafft es den Startpunkt für langfristige Aktivitäten und gibt Impulse für ähnliche Projekte.