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Democratic Meme Factory (DMF)

Kontaktdaten

La Red - Vernetzung und Integration e. V.
Alt-Moabit 73
10555 Berlin
Tel: 030 3700 8511
la-red(at)la-red.eu

https://la-red.eu/portfolio/democratic-meme-factory


Projektziele

Die Democratic Meme Factory will mithilfe von Memes eine Gegenkraft zu Hass und Hetze gegen Minderheiten im Internet entwickeln. Die Selbstwirksamkeit von jungen Menschen, insbesondere Neuzugewanderten, soll gestärkt werden, indem sie kritische Medien- und Argumentationskompetenzen erwerben, mit denen sie sich auf positive, satirische Art gegen Hetze, Stereotypisierung und Diskriminierung wehren können. Gleichzeitig sollen sich durch das Erstellen und Teilen von Memes Botschaften der Toleranz, der Vielfalt und einer demokratischen Meinungsbildung weit verbreiten.

Die Democratic Meme Factory setzt an dem bisher noch wenig beachteten Aspekt von Memes als wichtiger alltäglicher Kommunikationsform und Teil der Lebenswirklichkeit von jungen Menschen an und stärkt sie darin, gegen Diskriminierung im Netz einzutreten.

Im Rahmen des Projektes werden so Methoden zur Stärkung der digitalen Zivilgesellschaft erprobt, die sich auf andere Träger übertragen lassen und Digital Natives als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet, die sich weit über das Projekt hinaus für eine demokratische Debattenkultur und digitale Zivilgesellschaft einbringen können.

Hate Speech trägt zu einem gesellschaftlichen Klima bei, das Menschen- und Demokratiefeinden das Gefühl gibt, im Sinne und als Sprachrohr einer schweigenden Mehrheit zu handeln. Die stillen Mitlesenden zu gewinnen, sich aktiv oder unterstützend der Democratic Meme Factory anzuschließen, ist Ziel des Projekts.


Handlungskonzept

Die Democratic Meme Factory greift in Workshops und sozialen Medien Hasskommentare, rechtspopulistische Erzählungen, verzerrte und falsche Nachrichten sowie auch vorurteilsgeladene Bilder und Videos auf und beantwortet diese mit Democratic Memes. Dabei werden junge Menschen in Workshops darin bestärkt, ihre eigenen, kreativen und satirischen Antworten auf diskriminierende Aussagen zu finden. Sie antworten nicht nur auf Hate Speech, sondern verbreiten über ihre Memes auch ihre eigenen pluralistischen, demokratischen Ansichten und tragen damit zur Schaffung diverser, positiver Narrativen bei.

Die langfristige Prävention von Hate Speech braucht eine solide Basis. Heranwachsende benötigen Erfahrungsräume, um eine sachliche, offene und wertschätzende Debattenkultur zu entwickeln. Dazu gehören echte Möglichkeiten zur Reflexion und Mitgestaltung ihrer (digitalen) Lebenswelt, durch die sie den Wert demokratischer Prozesse erleben können.

Das Projekt schließt an diesen Befund an und bietet in der Kombination von künstlerisch-kulturellen Ausdrucksformen und politischer Bildung einen dieser geschützten pädagogischen Erfahrungsräume. Jungen Menschen bietet sich die Gelegenheit, sich mit der eigenen Rolle und eigenen Einstellungen sowie mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Form von Hate Speech intensiv auseinanderzusetzen und Ansätze zu erlernen, um den Angeboten der Menschen- und Demokratiefeinde kreativ zu begegnen.