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Das NETTZ – Vernetzungsstelle gegen Hate Speech

Kontaktdaten

gut.org gAG
Schlesische Str. 26
10997 Berlin
Tel.: 030 7676448846
www.das-nettz.de
hanna(at)das-nettz.de


Projektziele

„Das NETTZ – Vernetzungsstelle gegen Hate Speech“ möchte eine „Community der Gegenrede“ aufbauen und unterstützen. Erfahrungen von Aktivistinnen und Aktivisten der digitalen Zivilcourage sollen transparent aufbereitet werden, Leuchtturmprojekte in die Zivilgesellschaft hineinwirken und Nachahmer somit motiviert werden. Insgesamt soll die Wirkungskraft aller Aktivistinnen und Aktivisten der digitalen Zivilcourage durch Vernetzung, Austausch und strategische Abstimmung erhöht werden. Durch bessere Verzahnung der digitalen Gegenrede mit der klassischen Demokratieförderung sowie durch Erfahrungstransfer von der Zivilgesellschaft an die Politik und IT-Wirtschaft soll langfristig der Engagementkontext für die Community der digitalen Zivilcourage verbessert werden.

Auf gesellschaftlicher Ebene ist wünschenswert, dass die digitale Zivilcourage und eine aktive und positive Debatten- und Meinungskultur in der deutschen Netzöffentlichkeit gestärkt werden. Der Hassrede im Netz soll wirksames zivilgesellschaftliches Engagement entgegentreten. Die Erfahrungen der Zivilgesellschaft sollen in den regulativen Ansätzen gegen Hassrede der Politik und IT-Wirtschaft zum Tragen kommen und zu wirksameren Lösungen führen.

Konkret geht es um die Rahmenbedingungen, in denen zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure arbeiten, zum Beispiel juristische, förderpolitische Hemmnisse, denen Initiativen in ihrer Arbeit begegnen. Thematisiert wird auch das Netzwerkdurchsuchungsgesetz, seine Auswirkungen, die Haltung der Betreiber, die finanzielle Ausstattung und die notwendige Ausbildung von Personal bei Polizei, Gerichten, Anwälten. „Das NETTZ“ möchte dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für die zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure in Deutschland, die sich zum Thema Hate Speech engagieren, positiv zu verbessern.

Die Kompetenzen der Praktiker sollen weiterhin aufgebaut werden, vorrangig durch das Angebot kleinerer Lern-und Innovationsformate, der Bereitstellung von Online-Materialien (Leitfäden, Checklisten, How-to-Pakete etc.). Hierbei wird Wert gelegt auf Einbindung von Expertinnen und Experten aus anderen Wirkungsfeldern sowie Peer-Learning.


Handlungskonzept

Auf der Webseite des Projekts soll ein umfassender und aktueller „digitaler Kompetenzatlas“ als Online-Informationsquelle über relevante Aktivistinnen und Aktivisten im Themenfeld mit aufbereitetem Wissen zum Forschungsstand rund um das Thema Hate Speech entstehen. Eine jährlich stattfindende Community-Veranstaltung stärkt das Gemeinschaftsgefühl und soll dazu beitragen, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Eine ebenfalls jährlich stattfindende Ausschreibung für einen Förderwettbewerb regt innovative Ansätze an und fördert einzelne kleine Initiativen. Auch bei der Projektauswahl wird der besondere Ansatz deutlich: Die Community entscheidet auf dem Community Event selbst, welche Projekte den Zuschlag erhalten.

Ergänzend werden über das Jahr verteilt Workshops angeboten, die die Aktivistinnen und Aktivisten weiter qualifizieren und innerhalb der Community vernetzen. Denkbar sind psychologische Beratung und der individuelle Umgang mit Hate Speech; Beratung zu juristischen und politischen Fragestellungen; Trainings zu digitalen Tools etc. Besonders auch klassische Akteurinnen und Akteure der Demokratieförderung sollen in digitalen Methoden geschult werden.

Methoden und Trainings sollen dem Open-Source-Gedanken folgend auch im Internet aufbereitet und frei zur Verfügung gestellt werden. Mit wichtigen Akteurinnen und Akteuren aus Politik und IT-Wirtschaft werden Gespräche geführt, und Positionen und Belange der Zivilgesellschaft werden gezielt gebündelt und adressiert. „Das NETTZ“ bildet in der Rolle eines „Ermöglichers“ eine Bühne für alle Akteurinnen und Akteure im Kampf gegen Hass im Netz. Kontinuierliches Feedback und User Centered Design ermöglichen ein agiles Projekt, das sich dem Bedarf seiner Zielgruppe anpasst und nicht umgekehrt.