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Civic.net – Aktiv gegen Hass im Netz


Projektziele

Das Modellprojekt „Digitalkompetenz stärken – Aktiv gegen Hass im Netz“ setzt auf die Förderung des zivilgesell-schaftlichen Engagements im Internet und einer digitalen demokratische Debattenkultur. Der digitale Raum ist ein fester und wesentlicher Schauplatz gesellschaftlicher Debatten und Konflikte, den rechtsextreme und rechtspopulistische Akteurinnen und Akteure immer stärker für ihre Anliegen zu nutzen wissen, indem sie dort rassistische, antisemitische und menschenfeindliche Inhalte verbreiten.

Gleichzeitig ist seit Jahren zu beobachten, dass staatliche und zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure zwar auf bestehende Konzepte ihrer spezifischen Arbeitsschwerpunkte zurückgreifen und diese weiterentwickeln, jedoch eine adäquate Positionierung und Strategien gegen Hate Speech im digitalen Raum zu wenig präsent sind.

Ziel des Modellprojekts ist die Förderung einer über punktuelle Kampagnen hinausgehenden Befähigung zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure, sich das Internet und seine Entwicklung entsprechend ihrer Anliegen kurz- und langfristig zu Eigen zu machen und auf diesem Wege die demokratische Debattenkultur zu stärken.


Handlungskonzept

Das Modellprojekt „Digitalkompetenz stärken – Aktiv gegen Hass im Netz“ entwickelt ein modulares Workshop-Konzept, welches die verschiedenen Spezifika einer strategisch langfristigen Beteiligung im digitalen Raum beleuchtet. Dazu sollen die schon in der Bearbeitung verschiedener Phänomene des Themenbereichs Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aktiven Träger mit Kompetenzen ausgestattet werden, die ihnen erlauben, mit den Mitteln der digitalen Welt professionell und erfolgreich eben diesen Phänomenen zu begegnen.

Dazu ist die Konzeption und Durchführung aufeinander aufbauender Workshop-Module zur umfassenden Vermittlung von Informationen, Methoden und Strategien geplant, die auf eine Befähigung und eine bessere Nutzung digitaler Räume abzielt. Dies beinhaltet nicht nur umfassende Kenntnisse digitaler Technologien, sondern auch Anwendung und Weiterentwicklung derselben für den jeweiligen Arbeitsbereich, dessen Eigenheiten und Spezialisierungen. In den jeweiligen Bereichen ist die Frage nach erfolgreichen Wechselwirkungen zwischen  bestehenden und bewährten Offline-Strategien in professionelle Online-Strategien und -Konzepten zentral. Für die einzelnen Module werden die entsprechenden Institutionen und Expertinnen und Experten eingebunden.

Damit die jeweiligen Teilnehmer und Teilnehmerinnen auch zukünftig auf technische Neuerungen und aktuelle Phänomene der digitalen Welt reagieren können, setzt das Workshop-Konzept im Kern auf Digital-, Medien-  und Informationskompetenzen und strategische Anwendungsfelder für die jeweiligen Arbeitsfelder. Der Modellcharakter des Projekts wird dabei vor allem durch die Festlegung der Zielgruppe erkennbar. Vereine, Organisationen und Betriebe der Berliner Zivilgesellschaft sollen sich durch das Projekt stärker der Problematik „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Netz“ annehmen und Gegenstrategien für einen demokratischeren Umgang im Internet entwickeln. Der Ansatz, eigene Narrative den Hasskommentaren entgegenzubringen, ist innovativ und wird in der Demokratiestärkung aktuell noch zu wenig beachtet. Vor allem das Empowerment Berliner Akteurinnen und Akteure steht dabei im Vordergrund.