Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

BoostCamps für mehr Demokratie (BCD)

Kontaktdaten

Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e. V. (fjs)
Marchlewskistr. 27
10243 Berlin
Tel: 030 293 816 80
projekte(at)fjs-ev.de


Projektziele

Hauptziel des Modellprojekts „BoostCamps für mehr Demokratie (BCD)“ ist es, die Kompetenzen pädagogischer Fachkräfte zu stärken, sie zu befähigen bzw. dabei zu unterstützen, interkulturelle Demokratiebildung zur Stärkung des Engagements gegen Hass im Netz in ihre berufliche Praxis aufzunehmen und erfolgreich umzusetzen. Zugleich geht es um die Stärkung personaler und sozial-kommunikativer Kompetenzen von Jugendlichen, um das eigene Verhalten im Netz kritisch zu hinterfragen, Kommunikation positiv zu verändern und Engagement zu fördern.

Im Rahmen des Modellprojekts entstehen ein Online-Portfolio für Jugendliche, das eine individuelle Kompetenzbilanzierung ermöglicht, sowie ein praktisch erprobtes Konzept der BoostCamps mit handlungsorientierten Lernszenarien zur Demokratieförderung. Außerdem wird ein Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte erarbeitet, das die Nutzung des Online-Portfolios sowie den Einsatz der BoostCamps in der eigenen beruflichen Praxis unterstützt.

Alle im Modellprojekt erprobten Erkenntnisse, Ergebnisse, Tools und Materialien stehen nach Ende der Projektlaufzeit den Akteurinnen und Akteuren im Bereich Kinder- und Jugendhilfe z.B. als OER-Materialien zur Nachnutzung oder Weiterentwicklung zur Verfügung. Geplant ist eine Publikation mit Materialien für die Praxis, methodischen Anregungen für sozialpädagogische und medienpädagogische Fachkräfte und mit Handlungsempfehlungen für die Politik- und Verwaltungsebene in der Kinder- und Jugendhilfe.


Handlungskonzept

Mit dem Modellprojekt werden für pädagogische Fachkräfte Instrumente, Tools und Trainings entwickelt, die sie in ihrer alltäglichen Arbeit mit Jugendlichen unterstützen. Diese Angebote sind darauf gerichtet, die eigene Kommunikation und das Verhalten im Netz zu hinterfragen bzw. Engagement gegen Hass und Gewalt im Netz zu stärken. Diese zu entwickelnden Bausteine sind Bestandteil des Fortbildungs- bzw. Trainingskonzept für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Methodische Grundlage sowohl der Tools zur notwendigen Kompetenzbilanzierung als auch der Trainings zur Verhaltensänderung sind handlungsorientierte, biografische und testbasierte Ansätze.

Um sich im Netz aktiv und engagiert gegen Hass und Demokratiefeindlichkeit verhalten zu können, müssen Jugendliche über entsprechende individuelle Kompetenzen und Stärken verfügen. Mit dem Online-Portfolio hinterfragen Jugendliche selbstreflexiv ihre Kompetenzen bezogen auf das eigene Verhalten im Netz. Zugleich besteht die Möglichkeit mit dem Portfolio Fremdeinschätzungen von Vertrauenspersonen (Peers) einzuholen und mit der eigenen Sicht zu vergleichen.

In den BoostCamps sind die Reflexionsergebnisse des Online-Portfolios Grundlage für die sich anschließenden Trainings und handlungsorientierten Gruppenaktivitäten in Form von Lernszenarien oder Rollenspielen in den BoostCamps. Hier werden eigene Erfahrungen mit Hass im Netz aufgenommen oder erfahrbar gemacht (Als-Ob-Situation). Jugendliche übernehmen eine aktive Rolle beim Herausfinden ihrer Stärken und notwendiger Veränderungen. Während der Trainings wird vor allem ein Peer-to-Peer Ansatz verfolgt. Im Projektzeitraum werden vier BoostCamps mit Jugendlichen und ihren erwachsenen Begleitern durchgeführt und fungieren zugleich als Praxistest des Online Portfolios.

Durch die Kooperation mit dem Jugendamt Marzahn-Hellersdorf wird gesichert, dass die Bedarfe aus dem Bereich Kinder- und Jugendhilfe in Bezug auf Problemlagen wie Hass im Netz und Demokratieförderung sowie an inhaltlicher und methodischer Fortbildung dem Projekt Orientierung geben.