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Be'Jachad - Gemeinsam.Gegen Hass

Kontaktdaten

Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e. V. (JFDA)
Postfach 12 05 30
10595 Berlin
Tel.: 030 914 811 69
BJD(at)jfda.de
www.gemeinsam-gegen-hass.de


Projektziele

Das Modellprojekt „Be'Jachad - Gemeinsam.Gegen Hass“ thematisiert antisemitische Gewalt und Diskriminierung sowie andere Erscheinungsformen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in den Sozialen Medien. Auf einer Internetplattform können sich betroffene Jugendliche an das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) wenden, um anonymisiert Rat und Unterstützung einzuholen und ihre Erlebnisse zu teilen.

Jugendliche können über das Modellprojekt in einem geschützten, anonymisierten virtuellen Raum mit anderen Betroffenen in Kontakt treten, sich austauschen und so aus ihrer Isolierung heraustreten. Sie können aber auch mit einer breiteren Öffentlichkeit in Kontakt treten und ihre Erlebnisse teilen, ihre Geschichten erzählen und sie den Hassideologien und Hassrede entgegenstellen.

Darüber hinaus können Betroffene mit Hilfe professioneller mediengestalterischer Anleitung des Projektteams Videoclips drehen oder ihre Erlebnisse in Artikeln oder musikalischen Darstellungsformen (Gesang, HipHop etc.) thematisieren und mit Hilfe der Internetplattform mit anderen Jugendlichen diskutieren.

Es ist geplant, dass die Plattform nach Abschluss des Modellprojekts von den Jugendlichen weitergeführt wird. Die erarbeiteten Produkte (Videos, Fotographien, musikalische Darstellungen, Interviews etc.) können auch in anderen Formaten – etwa in Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Willkommensklassen etc. – genutzt werden.


Handlungskonzept

Im Rahmen des Modellprojekts werden Konzeptionierung, Aufbau und Betreuung einer Internetplattform realisiert, in der Angehörige der Zielgruppen anonym mit Beraterinnen und Beratern Kontakt aufnehmen und beraten werden können. Sie sollen sich in geschützten Räumen (Foren) austauschen und vernetzen können sowie Zugriff auf eine Sammlung digitaler Materialien und Ideen zum Umgang mit Hassrede, Hasskriminalität und Hassideologien erhalten.

Betroffene von Hassrede können sich vom JFDA bei der Kontaktaufnahme mit bekannten Persönlichkeiten aus der Jugend- und Kulturszene (Rapperinnen und Rapper, Musikerinnen und Musiker, Schauspielerinnen und Schauspieler, etc.) unterstützen lassen, die ihnen bei der Produktion ihrer Videos oder Darstellungen helfen. Die Video- und Onlineproduktionen werden durch Medienfachkräfte des JFDA unterstützt. Die Anfragen der Betroffenen werden von qualifizierten Fachkräften betreut.

Das Modellprojekt stellt insofern ein innovatives Angebot zur Begleitung und Betreuung kleiner Medienprojekte dar, um Gegen-Narrative von Betroffenen gegen die Hassrede zu setzen.