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WertICH groß

Kontaktdaten

Christliches Jugenddorfwerk Deutschland gemeinnütziger e. V. (CJD)
Siegfried-Marcus-Str. 45
17192 Waren (Müritz)
Tel: 03991 67320
samuel.vonfrommannshausen(at)cjd-nord.de
www.cjd.de


Themenbereich

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Modellprojekt „WertICH groß“ beabsichtigt im geplanten Projektzeitraum die Entwicklung und Erprobung präventiver Ansätze zur Identitätsbildung und Werteerziehung im Umgang mit sich radikalisierenden jungen Menschen in ländlich geprägten, konfliktbelasteten Sozialräumen in Mecklenburg-Vorpommern.

Junge Menschen in den Übergängen sowohl von der Kindheit zur Jugend als auch von der Grund- zu weiterführenden Schulen sollen dabei befähigt werden, verschiedene Identitäten und Wertvorstellungen zu akzeptieren sowie widerstandsfähiger gegenüber radikalisierenden Angeboten zu sein.

Die von den Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Peer-Education -Maßnahmen erworbenen bzw. erweiterten Fähigkeiten lassen sie zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Themen „Identität“ und Werte“ werden. Von ihrer gesteigerten Sensibilität für Prozesse im Rahmen der Identitätsentwicklung und Wertebildung können auch andere Kinder und Jugendliche profitieren.

Weiterhin werden pädagogische Fachkräfte, Eltern und andere Angehörige unterstützt, ihren Beitrag in der Identitätsentwicklung zu leisten.

Am Ende des Projektes steht ein erprobtes Konzept, mit dem die Themen „Identität“ und „Werte“ in Regelstrukturen zur Persönlichkeitsbildung und Radikalisierungsprävention genutzt werden können.


Handlungskonzept

In der Vorbereitungsphase werden sowohl erste Konzepte zur Arbeit mit den sich in einer Umbruchphase befindenden Kindern und Jugendlichen als auch Situations- und Bedarfsanalysen und Materialien der Öffentlichkeitsarbeit erstellt. Zu diesem Zweck wird eine enge Zusammenarbeit mit in der Region und im Netzwerk bedeutenden Kooperationspartnern eingegangen.

Nach dem Kontaktaufbau mit den Schulen beginnt im Schuljahr 2015/2016 die Durchführungsphase A des Projektes mit der Klassenstufe 4 aus mindestens sechs Grundschulen der Städte Teterow, Malchin, Krakow am See und Umgebung. Nach drei Jahren endet diese Durchführungsphase mit einem Initiationsevent, das den Übertritt vom Kind zu Jugendlichen bzw. in eine neue Lebensphase markiert. Dieser Höhepunkt der Erfahrung der Kinder sieht das Einnehmen von neuen Identitätsattributen vor und muss als ein methodisches Neuland erprobt werden.

Die Durchführungsphase B wird nach ähnlichem Prinzip im Schuljahr 2016/2017 mit Kindern der 6. Klasse begonnen und nach einer dreijährigen Laufzeit in der 8. Klasse enden.

In beiden Durchführungsphasen wird in Workshops unter Anwendung von Methoden des selbstgesteuerten Lernens ein Beitrag zur Persönlichkeitsstärkung der (freiwillig teilnehmenden) Kinder und Jugendlichen geleistet. Diese werden in Seminaren, AGs, Online-Gruppen im Sinne des Inklusionskonzeptes nicht länger über ihre Defizite definiert, sondern über ihre Möglichkeiten angesprochen. Weiterhin werden interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Peer-Education vertraut gemacht, die sie befähigen soll, auf Gleichaltrige zu wirken und zur Radikalisierungsprävention beizutragen.  

Die im Laufe der Workshops gewonnenen Erfahrungen werden in der Auswertungsphase mit den involvierten pädagogischen Fachkräften reflektiert, evaluiert und aufgearbeitet, im dann in die Weiterentwicklung und Veröffentlichung eines Konzeptes zu münden, das in Regelstrukturen Anwendung finden soll.