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WERTE-WERKSTATT

Kontaktdaten

Casablanca - Gemeinnützige Gesellschaft für innovative Jugendhilfe und Soziale Dienst mbH
Pistoriusstr. 108 A
13086 Berlin
Tel: 030 2700 407 15
afunke(at)g-casablanca.de
www.g-casablanca.de/taetigkeitsfelder/sprachfoerderung-und-interkulturelle-angebote/modellprojekt-zur-radikalisierungspraevention-werte-werkstatt


Themenbereich

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Ziele des Projektes WERTE-WERKSTATT sind die Prävention islamistischer Orientierungen und Handlungen sowie die Information und Sensibilisierung relevanter Akteure im Berliner Sozialraum Wedding/Gesundbrunnen mit dem Schwerpunkt auf zwei Sekundarschulen. Dort taucht das Thema immer wieder auf, meist allerdings eher unauffällig im Vorfeld von verfestigten Meinungen und radikalisierter Ideologie.

Das Projekt WERTE-WERKSTATT soll:

  • Radikalisierung vorbeugen,
  • Toleranz und Partizipation fördern,
  • Intergenerativen und interreligiösen Dialog initiieren,
  • vernetztes Arbeiten im Sozialraum fördern,
  • Transferfähigkeit und nachhaltige Nutzung der Ergebnisse gewährleisten.

In verschiedenen Lebensbereichen der Jugendlichen im Alter von 12 -16 Jahren wird über einen Zeitraum von 4 Jahren ein Toleranz-Lern-Curriculum entwickelt und umgesetzt.

Die Implementierung in zwei Sekundarschulen inklusive dem Aufbau von Knowhow in den beteiligten Einrichtungen dient der nachhaltigen Nutzung und Weiterführung nach Ende der Projektlaufzeit. Die gewonnenen Erkenntnisse und Methoden können in Schulen mit ähnlichen Situationen eingesetzt werden.


Handlungskonzept

Bis Ende 2019 werden in den zwei kooperierenden Sekundarschulen in Berlin-Wedding bzw. Berlin-Gesundbrunnen und den Jugendfreizeiteinrichtungen in deren Umfeld Projekttage zur Auseinandersetzung mit dem Thema durchgeführt. Um den sich selbst verstärkenden Prozess von Ausgrenzungserfahrung, Selbstdefinition (als Muslimin und Muslim) und Segregation und darauf folgender Ausgrenzung zu stoppen, benötigt es einen Dialog der Jugendlichen untereinander und mit relevanten Erwachsenen aus ihrem Sozialraum. Das Projekt verfolgt dabei einen Ansatz, welcher über das Thema Islam hinausgeht, um nicht einer weiteren Festschreibung von Gruppenidentitäten und Segregation Vorschub zu leisten. Auch sind viele der Ansichten, Einstellungen und Handlungen der Jugendlichen nicht primär religiös bestimmt, sondern durch soziales Umfeld und Medien geprägt.

Zentraler Ansatz ist dabei, die Schülerinnen und Schüler über ihre vier Jahre währenden Sekundarschulzeit hinweg von der 7. bis zur 10. Klasse zu begleiten und altersgerechte, aufeinander aufbauende Formate zu entwickeln:

  • Spielerisch orientierte Projekttage zu den Themen „Werte“ und „Religion“ für die Jahrgänge 7 und 8. Hier kommen vielfältige Methoden der politischen Jugendbildung und Theaterpädagogik zum Einsatz.
  • Dialogworkshops mit Schülerinnen und Schülern des 9. Jahrgangs und Erwachsenen aus dem sozialräumlichen Kontext mit vorbereitenden Projekttagen.
  • Peergruppen aus dem 10. Jahrgang, welche als Ansprechpartner und Vorbilder für die jüngeren Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen sollen.


Die Aktivitäten werden unter Mitarbeit der Jugendlichen filmisch dokumentiert. Eine Vernetzung der Schulen mit Einrichtungen und Institutionen im Umfeld sowie Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für interessierte Pädagoginnen und Pädagogen zu den Themen der Workshops sowie zu Islam und Islamismus begleiten die Projektaktivitäten.