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Vom IHR zum WIR - Zugehörigkeit, berufliche Perspektiven und demokratische Teilhabe

Kontaktdaten

DeutschPlus e. V. – Initiative für eine plurale Republik
Bernauer Str. 38
10435 Berlin
info(at)deutsch-plus.de
www.deutsch-plus.de/house-of-rights


Themenfeld

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Mit seinen Angeboten möchte das Projekt gesellschaftliche Zugehörigkeitskonzepte, Partizipationsmöglichkeiten und berufliche Zukunftsperspektiven für muslimische Schülerinnen und Schüler stärken. Durch die Stärkung von Zugehörigkeit, Empowerment und beruflichen Perspektiven soll ein Gegengewicht zu radikalisierten und radikalisierenden Identitätsangeboten geschaffen werden. Außerdem sollen Begegnungen mit den „Anderen“ geschaffen werden. Jugendliche mit nicht-islamischem Hintergrund werden deshalb ebenfalls mit eingebunden.

Um bundesweite Räume zu schaffen, soll eine redaktionell betreute internet- und dialogbasierte Kommunikationsplattform einen digitalen Raum der Zugehörigkeit und Sichtbarkeit pluraler Perspektiven bieten. Das Projekt hat zum Ziel, mit einer neuen Kulturmarke namens „Day of Rights“ ein neues „deutsches Wir“ zu schaffen. Das neue „deutsche Wir“ ist gekennzeichnet durch Vielfalt: Die Vielfalt der Weltbilder, Ansichten, Religionen und Lebensweisen. Geschützt wird die Verschiedenartigkeit durch das Grundgesetz. Insbesondere durch die Grundrechte, die klar und deutlich zu Toleranz und Vielfalt mahnen.


Handlungskonzept

Wesentliche Bausteine der Arbeit im Projekt sind das Ferienprogramm „House of Rights Academy“ und der „Day of Rights“. Beide Angebote sind als Blaupause konzipiert und stehen weiteren Kommunen offen „Days of Rights“ zu veranstalten und das „House of Rights“ zu bauen. Die Pilotphase des Projekts findet in Berlin statt.

Die „House of Rights Academy“ (kurz: HOORAY) ist ein einwöchiges Ferienprogramm, bei dem jeweils zwischen 20 und 30 junge Menschen zwischen 13 und 15 Jahre (sowohl mit muslimischem als auch nicht-muslimischem Hintergrund) teilnehmen, die sich beruflich noch nicht festgelegt haben und ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Die HOORAY-Coaches sind Künstlerinnen und Künstler, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Pädagoginnen und Pädagogen, Berufsexpertinnen und -experten sowie Kommunikationsprofis, die in ihren Peer Groups eine Vorbildfunktion innehaben. In der HOORAY beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Rassismus (Blue Eyed Workshop). Sie lernen die Grundrechte (Artikel 1-19 des Grundgesetzes) kennen und interpretieren diese künstlerisch. Außerdem lernen sie berufliche Perspektiven kennen.

Höhepunkt der HOORAY ist der Bau des „House of Rights“. Der Sockel bietet Raum für das Grundgesetz. Das Dach der Vielfalt ist eine Ausstellungsfläche für Bücher und Infomaterial. Das „House of Rights“ steht auf Rollen und kann durch Schulen, Moscheen, Kirchen und Flüchtlingsunterkünfte wandern. Die Betrachterinnen und Betrachter werden hiermit über die vom Grundgesetz garantierten Grundrechte informiert.

Die Arbeitsergebnisse der HOORAY-Teams sollen auf einem „Day of Rights“ mit einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert und weiterbearbeitet werden. Ziel ist ein lebendiger Umgang mit dem Grundgesetz und eine inspirierende Berufe-Talkshow, die den Teilnehmern neue Perspektiven eröffnet. Beispielsweise stellen die Teilnehmenden ihre künstlerische Interpretation des Grundgesetzes dar, werden Erwachsene zu ihrem beruflichen Werdegang interviewt. Zudem gibt es unterschiedliche Infostände, unter anderem von der Industrie- und Handelskammer sowie der Agentur für Arbeit. Für den ersten „Day of Rights“ wird der Heimathafen Neukölln als Theater angemietet. Es werden etwa 300 Besucherinnen und Besucher erwartet. Die Veranstaltung wird über die internetbasierten Dialogplattform dokumentiert. Das Ziel dieses redaktionell betreuten Angebots ist es, neue deutsche Perspektiven zu den Themen Vielfalt und Zugehörigkeit zu behandeln. Außerdem soll sie die Projektarbeit mit den Jugendlichen dokumentieren und als Kommunikationskanal für die Teilnehmenden fungieren.

Es wird eine Beteiligung von Moscheen, Verbandsvertretern wie der Industrie- und Handelskammer sowie Vertretern der Stadtgesellschaft angestrebt, um einen gemeinsamen „pluralen“ Begegnungsraum zu schaffen. In der weiteren Projektlaufzeit soll das Konzept bundesweit zur Anwendungen kommen. Hierfür sollen weitere Kooperationspartner zur Umsetzung gewonnen werden.