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Rückenwind - Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe

Kontaktdaten

Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Ost gGmbH c/o Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt Braunschweig
Bohlweg 55
38100 Braunschweig
Tel: 0531 1233642
info(at)arug.de

www.arug-zdb.de/rueckenwind


Themenfeld

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Modellprojekt „Rückenwind – Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe“ stärkt Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe in ihrer Arbeit gegen Rechtsextremismus. Ziel ist es, rechtsextreme Erscheinungen in all ihren Facetten zu erkennen und im Berufsalltag professionell darauf reagieren zu können. Fachkräfte werden innerhalb des Themengebiets breit sensibilisiert und kennen Handlungsoptionen, für den Fall, dass ihnen menschenfeindliche Aussagen und Verhaltensweisen begegnen.

Es werden dafür spezifische Maßnahmen erarbeitet und in der eigenen Arbeit erprobt. Engagierte Fachkräfte tauschen sich dazu in einer Arbeitsgruppe aus und werden zu Rückenwind-Ansprechpartnerinnen und -partnern im Themenbereich Rechtsextremismus für den eigenen Träger ausgebildet. So können sie erarbeitete Maßnahmen umsetzen, weiterverfolgen und sind vernetzt.

Im Laufe des Projekts werden Best-Practice-Maßnahmen der Rechtsextremismusprävention erarbeitet, die die Träger der Kinder- und Jugendhilfe in ihre Regelstrukturen implementieren und die auch als Veröffentlichung in Form einer Broschüre für andere Träger zur Verfügung gestellt wird.


Handlungskonzept

Sechs strukturell unterschiedliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe nehmen am Modellprojekt „Rückenwind - Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe“ teil.

In der ersten Projektphase wird eine breite Sensibilisierung möglichst aller Fachkräfte der einzelnen Träger durchgeführt. Die Teilnehmenden erhalten Fortbildungen zu den Themen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus und stärken in Argumentationstrainings ihre eigene Haltung. In der zweiten Phase bilden sich interessierte Fachkräfte in einer trägerübergreifenden Arbeitsgruppe fort, entwickeln Handlungsoptionen und tauschen untereinander ihre Erfahrungen aus. Die Träger haben unterschiedliche Hintergründe, sodass unterschiedliche Perspektiven und Problemstellungen einbezogen werden.

Der Arbeitskreis wird nach den Bedürfnissen der teilnehmenden Fachkräfte gestaltet und wendet z.B. Open Spaces an. Die Gruppe arbeitet präventive Handlungsmöglichkeiten heraus, bevor es zu Vorfällen kommt, erarbeitet gleichzeitig aber auch Interventionsmöglichkeiten für eine angemessene und wirkungsvolle Reaktion auf einen Vorfall. Die Arbeitsgruppe bietet Raum für neue Inputs und kollegiale Fallberatung. So schaffen die Rückenwind-Ansprechpartnerinnen und -partner Strukturen innerhalb ihrer Träger, um aktiv gegen Rechtsextremismus agieren zu können. Sie stehen langfristig als Ansprechpersonen im Träger zur Verfügung.

Die während der Projektlaufzeit erarbeiteten Best-Practice-Maßnahmen werden in einer Broschüre beschrieben und anderen Interessierten zur Verfügung gestellt. Damit hat die Erarbeitung über die sechs Träger hinaus eine größere Reichweite und kann in vielerlei Hinsicht als Hilfestellung dienen. Die Broschüre wird auf einer öffentlichkeitswirksamen Abschlusskonferenz vorgestellt.