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Präventionsnetzwerk gegen religiös begründeten Extremismus

Kontaktdaten

Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD)
Obentrautstr. 72
10963 Berlin
Tel: 030 21003632
info(at)tgd.de
www.tgd.de/projekte/praeventionsnetzwerk-gegen-religioes-begruendeten-extremismus


Themenbereich

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

In einem Zeitraum von fünf Jahren soll ein professionelles und bundesweit agierendes Netzwerk gegen religiös begründeten Extremismus unter Muslimen und gesellschaftliche Polarisierung entstehen. Das zu entwickelnde Netzwerk richtet sich zunächst an die Verbände der deutschen Islamkonferenz und zielt darauf ab, deren Bedarfe, Perspektiven und Erfahrungen im Bereich der Präventionsarbeit in die Entwicklung geeigneter Präventionskonzepte einzubeziehen.

Trotz der immensen Konzentration auf das Themengebiet der religiös begründeten Radikalisierung, bleiben zielgruppengerechte Umgangsformen mit diesem Phänomen bislang häufig die Ausnahme. Gleichzeitig deutet vieles darauf hin, dass die verbandlich organisierte Jugendarbeit der großen islamischen Verbände wichtige identitätsstiftende Arbeit leistet. Diese kann jenseits theologischer Bewertungen eine akzeptierende und ermächtigende Wirkung auf die Jugendlichen entfalten und damit gegen polarisierende Sichtweisen auf Staat und Religiosität immunisieren.


Handlungskonzept

Die Idee des Präventionsnetzwerks setzt voraus, die heterogenen Lebensrealitäten muslimischen Gemeindelebens ernst zu nehmen und Projekte mit präventiver Wirkung, die bereits jetzt von den Verbänden durchgeführt werden zu koordinieren, weiter auszubauen und zielgerichtet mit den fachlichen Standards aus dem Bereich der präventiv-pädagogischen Jugendarbeit anzureichern. Explizit damit verbunden ist auch die präventive Arbeit gegen Islam- bzw. Muslimfeindlichkeit, als eine Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Leitendes Prinzip der Projektidee ist der partizipative Ansatz des Entwicklungsprozesses, der sich sowohl auf inhaltlicher als auch auf methodischer Ebene durchziehen wird sowie alle Teilschritte der Projektumsetzung umfasst. Denn nur wenn es gelingt, die spezifischen Perspektiven und Interessen der jeweiligen Verbände aufzunehmen, gegebenenfalls in einen Austausch miteinander zu bringen und im Projekt wirksam werden zu lassen, kann eine effektive Umsetzung präventiver Handlungskonzepte erfolgen.

Für die Umsetzungsphase werden sowohl bedarfsgerechte Fortbildungen organisiert und angeboten als auch weitere Netzwerkpartner ausfindig gemacht. Dabei werden die beteiligten Verbände im Rahmen festgelegter Arbeitsphasen Ziele für die jeweils eigenen Präventionskonzepte erarbeiten, die dann ebenfalls operationalisiert werden bis hin zu klaren Kennzahlen und qualitativen Wirkungsindikatoren. Nachdem die Verbände mit den Methoden der beteiligungsorientierten Projektplanung wie mit dem Projektmanagement (durch Kennzahlen und Monitorings) vertraut sind, sollen gezielte Projektentwicklungsworkshops in den Verbänden angeboten werden, um eine Nachhaltigkeit der präventiven Arbeit nach Auslaufen der Projektförderung zu gewährleisten bzw. für weitere Angebote in den einzelnen Bundesländern zu sorgen.

Als Kooperationspartner in der Projektumsetzung fungiert neben der Türkischen Gemeinde in Deutschland, als Antragstellerin, der Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.