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MANAR - Aus Tradition tolerant

Kontaktdaten

Bündnis Marokkanische Gemeinde Landesverband Nordrhein-Westfalen
Nussbaumer Str. 39d
50823 Köln
Tel: 0221 54856120
bmg_nrw(at)yahoo.com


Themenfeld

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Im Modellprojekt „MANAR - Aus Tradition tolerant“ sollen mit Hilfe von Selbstaktivierung und Empowerment in konfliktbelasteten Sozialräumen Fortbildungsansätze und Wissensvermittlung zu Präventionsstrategien gegen islamistischen Extremismus und Demokratiefeindlichkeit entwickelt werden.

Durch die Entstehung einer „Kontaktgruppe Präventionsarbeit“ sollen Netzwerkstrukturen auf kommunaler Ebene mit Behörden und zivilgesellschaftlichen oder kirchlichen Trägern entstehen.

Hauptziel ist das Anstoßen eines Bewusstseinswandels in den beteiligten Moscheegemeinden. Es geht darum, diese darin zu befähigen, mittel- und langfristig selbst zu gestaltenden Akteuren in der Radikalisierungsprävention  zu werden. Hierzu sollen alle Ebenen der Gemeindeorganisation (religiöse Autoritäten, Vorstände, Ehrenamtliche, Jugendliche, Frauen) eingebunden und deren unterschiedliche Potentiale genutzt werden.

Die Leitziele des Modellprojekts sind:

  • Imame sowie Gemeindemultiplikatorinnen und -multiplikatoren  verfügen über die notwendigen Kompetenzen, um für ihre Moscheen Präventionsstrategien zu entwickeln und diese nachhaltig umzusetzen.
  • Im Bündnis Marokkanische Gemeinde haben sich das Amt eines Präventionsbeauftragten und eine funktionierende „Kontaktgruppe Präventionsarbeit“ etabliert. Sie sind sichtbare Ansprechpartner für alle Fragen zum Thema „Präventionsarbeit in Moscheegemeinden“ und entwickeln die Präventionsstrategie des Verbandes weiter.
  • Die am Modellprojekt „MANAR - Aus Tradition tolerant“ beteiligten Moscheen sind regional sozialräumlich vernetzt und verfügen über belastbare Kontakte zu Behörden sowie zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Trägern.

Handlungskonzept

Das Modellprojekt „MANAR - Aus Tradition tolerant“ soll durch die gezielte Einbindung, Qualifizierung und Vernetzung von Imamen und Gemeindemultiplikatorinnen und -multiplikatoren (vertreten in der „Kontaktgruppe Präventionsarbeit“) die internen Dynamiken der beteiligten Moscheen so beeinflussen, dass eine angstfreie und konstruktive Beschäftigung mit dem Thema religiös begründeter Extremismus ermöglicht wird.

In diesem Sinne sind Imame sowie Gemeindemultiplikatorinnen und -multiplikatoren die primäre Zielgruppe, während sonstige Gemeindemitglieder und Personen, die auf die Angebote von Moscheen zurückgreifen die sekundäre Zielgruppe bilden.

Mithilfe des Präventionsbeauftragten sowie der „Kontaktgruppe Präventionsarbeit“ soll die sozial-räumliche Vernetzung der Gemeinden gefördert und ihr Grad an struktureller Integration erhöht werden. Ziel ist es, sich als verlässlichen Partner und aktiven regionalen Akteur aufzustellen.

Das Bündnis Marokkanische Gemeinde ist sich des großen öffentliches Interesse am Thema Extremismusprävention bewusst. Aus diesem Grund werden die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter regelmäßig an Fachtagungen und Konferenzen teilnehmen. Darüber hinaus ist die Erstellung einer Abschlusspublikation geplant, in der die Projektergebnisse und die gewonnene Erkenntnisse dargestellt werden sollen. Die Veröffentlichung von Artikeln für einschlägige Zeitschriften und wissenschaftliche Journals durch die das Projekt begleitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Duisburg-Essen ist außerdem eingeplant.

Besonderes Potential wird in der Nutzung von Synergien mit Moscheegemeinden anderer islamischer Verbände gesehen, die ähnliche gemeindebasierte Präventionsansätze entwickeln und umsetzen möchten.